„Meine wundervolle Buchhandlung“ geschrieben von der Autorin Petra Hartlieb ist ein Einzelband aus dem Genre Biografien & Erinnerungen.Dieses Lesewerk durfte auf Grund seines Covers in mein Bücherregal einziehen. Außerdem fand ich den Titel ansprechen … Welcher Buchfan hat nicht seine wundervolle Buchhandlung. *love* Also ich stöbere gerade in kleinen Buchhandlungen sehr gerne. Wie sieht es da bei euch aus?Die Sprache und Wortwahl von der Autorin ist sehr mitreißend. Sie macht in diesem Buch Mut seinen großen Traum zu verwirklichen. Zeigt aber gleichzeitig auch auf, dass es nicht immer so einfach sein kann. Dennoch lohnt es sich an seinen Träumen festzuhalten und diese umzusetzen, egal wie schwer es werden kann, der Lohn seinen Traum verwirklicht zu haben ist was ganz besonders tolles. Aber ich weiche schon wieder ab. Petra Hartlieb erzählt hier ja von Ihrer eigenen spontanen Idee und wie diese am Ende zu einem wundervollen Buchladen wird. In jeder Zeile ist die Liebe, welche Sie aufbrachte, spürbar. Der Leser hat zu keiner Zeit das Gefühl eine Biografie, wie man sie sonst kennt, zu lesen. Die Autorin übermittelt jede Situation mit sehr viel Gefühl! „Meine wundervolle Buchhandlung“ ist in keine Kapitel aufgeteilt. Man hat als Leser allerdings einige Absätze, bei denen man mal das Buch zur Seite legen kann, falls man es kann. *lach* Mit seinen 208 Seiten bringt dieses Buch pures Lesevergnügen mit sich und vor allem ist es eine große Liebeserklärung an die Welt der Bücher.Das Thema dieses Buches ist die Erzählung von Petra Hartlieb, der Autorin, wie Sie aus einer spontanen Idee in Ihrem Urlaub mit Ihrem Mann zu einer eigenen Buchhandlung kam. In Wien wurde kurz vor Ihrem Urlaub eine Traditionsbuchhandlung geschlossen und Sie bemühten sich aus einer Schnapsidee heraus um diese. Und wie das Schicksal es so wollte, bekamen Petra und Ihr Mann den Zuschlag! Petra Harlieb kündigte kurzerhand Ihren sicheren Job und zog mit ihrer Familie in eine neue Stadt und begann kurzerhand ein neues Leben. Den Mut muss man erst einmal aufbringen. *wow* Und Ihre Buchhandlung wurde zu einem bezaubernden Ort für Freunde, Nachbarn und die eigene Familie. Es bildeten sich die wichtigen Stammkunden und es schlossen sich neue Freundschaften. Hach, einfach eine wundervolle Liebeserklärung an unsere so geliebten Bücher. Jeder Fan, des geschriebenen Wortes, sollte dieses Lesewerk in seinem Regal stehen haben.Der Schreibstil von Petra Hartlieb ist humorvoll und schlagfertig. Ich musste an einigen Stellen schmunzeln. *grins* Die Autorin schreibt mit einer Leichtigkeit und trotzdem zeigt Sie auch schwierigen Phasen ihres damaligen Projekts auf.Die Protagonisten:Petra Hartlieb ist Ihre eigene Protagonistin. Eine tolle Nacherzählung Ihrer aufregenden Lebenswendung.Fazit:Für mich ist dieses Buch ein absolutes MUSS für jeden Buchfan. Eine so wundervolle Erzählung, mit viel Liebe, Gefühl und Humor. Ein klasse Buch!Weitere Buchrezensionen von mir, findet Ihr auf http://www.seitenglanz.com.
Dieses Buch habe ich mit großem Interesse sehr zügig gelesen. Ich fand die Lektüre sehr unterhaltsam und bereichernd. Den Buchhandel kenne ich gut, bin diesem Beruf zeitweise auch nachgegangen und habe immer noch diverse Freunde aus der Branche. Insofern war es ein großes Wiedererkennen und ein Genuss, über den Einsatz der Autorin und dieser interessanten Buchhandlung in Sachen Buch zu lesen. Mit vielen der beschriebenen Inhalte konnte ich mich gut identifizieren, kenne beispielsweise auch sehr gut das anstrengende Weihnachtsgeschäft, das einerseits erfüllend ist - man hat wirklich alle Hände voll zu tun, aber währenddessen und spätestens am Ende dieser vier Wochen ist man völlig erledigt. Heutzutage mag das nicht mehr so stark der Fall sein. Die Autorin Petra Hartlieb kommt sympathisch und angenehm rüber. Was in einigen Rezensionen kritisiert wird, dass sie manchen Protagonist/innen ihres Buchs keine Namen gibt, sondern sie "Sohn", "Tochter", "Radiologen", "Bass-Spielerin" usw. nennt, ist für mich nachvollziehbar, denn mit diesem Stilmittel vermeidet sie Namengetümmel. Trotz der vielen mitwirkenden Personen weiß man als Lesende fast immer, von wem gerade die Rede ist. Das ist in manchen anderen Büchern nicht so gut gelöst. Manch eine persönliche Entscheidung, die Frau Hartlieb getroffen hat, wäre nicht mein Ding, aber es ist ihr Leben und wir stecken nicht in den Schuhen der anderen. Nicht 100% glaubwürdig ist der Ausgangspunkt: Dass sie und ihr Mann aus einer Schnapslaune eine Buchhandlung mehr oder weniger "aus Versehen" ersteigern, nun alle Zelte in Hamburg abbrechen, wo sie eine gesicherte Existenz hatten und nach Wien gehen. Vor allem, da sie kein Geld haben und sich für den Kauf des Geschäfts und der Ausstattung viel Geld bei Freunden leihen müssen. Da steckte vielleicht etwas anderes dahinter, ein Zwang/Druck, sich verändern müssen, aber das sind Spekulationen und es tut der Handlung und dem Lesefluss keinerlei Abbruch. Die Autorin schildert die strukturellen Probleme der Branche sehr gut, die dank Digitalisierung, Internetplattformen und der neuen Medien immer mehr ums Überleben kämpfen muss. Buchhandelskunden sagen oft: "Ich kaufe im Buchhandel, um das Geschäft zu unterstützen" - und dass es schmerzhaft ist, wenn manche Kunden nur aus diesem Grund kommen. Nachvollziehbar, also insgesamt ist es wirklich ein interessantes, spannendes Buch, das ich gern gelesen habe. Nach der Lektüre war ich allerdings nachdenklich, denn für mich fehlte der Blick auf weitere Schattenseiten des Buchhandels. Vielleicht hatte Frau Hartlieb damit auch niemals zu tun - aber in dieser Branche herrscht oft ein schlechtes Betriebsklima. Zumindest meiner Erfahrung nach, was man nicht verallgemeinern muss und auch in anderen Branchen so sein kann. Wie ich beobachtet habe, haben viele Buchhändler/innen ein Studium abgebrochen und anschließend eine Lehre mit Niveau gesucht. Nun stehen sie sich als Verkäufer/innen die Beine in den Bauch, es ist ein Knochenjob, man hat lange Arbeitszeiten, auch samstags muss man oft ran und wird mitunter ausgebeutet. Getreu dem Motto "Backen Sie doch bitte zuhause Plätzchen für den Weihnachtssamstag, um sie den Kunden anzubieten" - natürlich ohne Überstunden aufzuschreiben. Nur ein kleines Beispiel von sehr vielen Erlebnissen, die ich hatte. Die Bezahlung, zumeist nach Einzelhandelstarif, ist sehr niedrig und reicht kaum, um die Lebenshaltungskosten zu decken. Mobbing konnte ich auch oft beobachten; ich hatte zwar viele sehr liebe Kollegen/innen, aber meines Erachtens auch überdurchschnittlich viele "Kotzbrocken", was auf die Arbeitsbedingungen zurückzuführen sein kann. Jedenfalls im Sortimentsbuchhandel - anders ist es vielleicht in Bürojobs, die es ja auch in der Brache gibt. Wie gesagt - das muss bei "Hartliebs Bücher" alles nicht sein, wo sicherlich ein gutes Klima herrscht, aber kennt die Autorin solche Zustände nicht aus Erzählungen? Insofern ist für meine Begriffe alles einen kleinen Tick zu sehr "geschönt" - trotzdem eine klare Leseempfehlung für dieses Buch.