...... Schriftstellerin, die - das war schon bei "Böse Leute" festzustellen - eben verschiedene Genres gut bedienen kann. Als ich "Böse Leute" zu lesen begann, war ja schon klar, dass jetzt kein Thriller zu erwarten ist, der einem nachts die Haare zu Berge stehen lässt. Für meinen Geschmack kann ich darauf auch gut verzichten, und "Böse Leute" war eine wieder mal sehr unterhaltsame, toll geschriebene Geschichte mit Krimi-Einschlag um die agile Rentnercrew mit einem schrulligen scharfsinnigen Karl Sönnigsen als Kriminalkommissar a. D. Beim Buch "Wir sind die Guten" beweist Dora Heldt, dass sie neu angewandte Schreibrichtungen vertiefen kann und dazu lernt. Der Aufbau ist in Sachen Krimi besser, die Spannung hat ein höheres Level dadurch, und ich muss sagen, alle Achtung...... Krimi hat sie also auch drauf. Herrlich ist, dass der wie beiläufig gestreute Humor nicht ausbleibt. Karl Sönnigsens Begegnung mit Runge im Café ist der Brüller schlechthin. Da bin ich mal gespannt auf die hoffentlich folgende 3. Krimi-Geschichte.