Martin Chorley, auch bekannt als der gesichtslose Magier, entwickelt sich immer mehr zu einem ernsthaften Problem für die allgemeine Sicherheit. Das hat sich mittlerweile auch in den Chefetagen der Metropolitan Police herumgesprochen. Also wird mit großem Aufwand eine abteilungsübergreifende Fahndungsgruppe, die „Operation Jennifer“, ins Leben gerufen. Und das alles unter Führung des Folly, wo auch die Zentrale eingerichtet wird. Plötzlich wimmelt es im bisher wie ausgestorben wirkenden Gebäude von Polizisten und Fallanalytikern. Die geballte Macht kommt nicht zu früh in Bewegung, denn Chorley scheint einen großen Coup zu planen. Einen, bei dem selbst die Götter nicht mehr sicher sind.Peter Grant ist zurück. Nach der nicht ganz so überzeugenden Novelle (beziehungsweise dem Kurzroman, wie der deutsche Verlag [dtv] das Buch bezeichnet) „Geister auf der Metropolitan Line“ kehrt die Reihe um den jungen Polizisten und die übersinnlichen Vorgänge in und um London mit ihrem 7. regulären Band wieder zu ihren Stärken zurück. Wie gewohnt streut Ben Aaronovitch wieder zahlreiche Anspielungen auf Geschichte, Architektur und Popkultur in den Text ein – was das Buch schon alleine lesenswert macht, andere Leser aber offensichtlich auch stört, wie man an diversen Rezensionen zu den Büchern der Reihe erkennen kann. Ebenfalls wie gewohnt überlässt der Autor seinem Protagonisten das Wort, dem Leser die turbulenten Ermittlungsarbeiten in der 1. Person zu schildern.Auch bei diesem Band hielt es dtv wieder für nötig, mit „Die Glocke von Whitechapel“ einen deutlich vom Original („Lies Sleeping“) abweichenden deutschen Titel zu wählen. Nebenbei sollten die Mitarbeiter, die den Klappentext sowie andere Werbetexte verfassen, das Buch eventuell vorher auch mal lesen. In allen diesen Texten wird der Protagonist nämlich als „Constable“ bezeichnet, obwohl im Roman schon auf Seite 25 berichtet wird, dass Peter vor geraumer Zeit zum Police Detectiv befördert wurde.Teilweise wird berichtet, dieser Band würde die somit 7½-bändige Urban-Fantasy-Krimi-Reihe abschließen. Eine offizielle Bestätigung dafür konnte ich allerdings nicht finden. Auch lässt das Ende des Buches keine eindeutige Schlussfolgerung für oder gegen eine Beendigung der Reihe zu. Beides wäre möglich, ohne im Widerspruch zum Finale zu stehen.Auch wenn die Meinungen zu dieser Reihe (wie erwähnt) die Urban-Rantasy-Fans spalten, stellt auch dieses Buch für mich wieder ein Muss für jeden Fan des Genres dar.Fazit:Urban Fantasy, Krimi und eine große Portion ironischen Humor – so wünscht sich jeder Fan dieser Reihe ein Peter-Grant-Abenteuer.Alle meine Rezensionen auch zentral im Eisenacher Rezi-Center: rezicenter.wordpress.comDem Eisenacher Rezi-Center kann man jetzt auch auf Facebook folgen.
Ich liebe diese Buchreihe.Bevor auf Peter und die Flüsse von London gestoßen bin, war ich kein sonderlicher Bücherwurm.Aber die Flüsse haben mir es echt angetan und habe jedes Teil verschlungen, sogar mehrmals!Peter hat ein tollen Humor und bringt mich an einigen Stellen wirklich sehr zum lachen. Diese fabelhafte Welt in London hat alles zu bieten, Humor, Spannung, Romantik (je nach Betrachtungsweise), Action und Architektur.Ja, die Architektur ist nun leider auch der Grund dass es nur vier von fünf Sternen gibt.Es ist toll und auch wichtig zu verstehen wo sich der Protagonist befindet oder in welche Umgebung er sich begibt aber wenn man drei bis vier Seiten lang nur etwas über die Architektur einer Wohngegend und der historische Hintergrund dazu liest, wird es ein wenig ermüdend. Und mir kommt es so vor, dass dies mit jedem Band immer etwas mehr wird.Nichts desto trotz ist es eine Wahnsinns Geschichte und für jeden der gerne, ich nenne es halb-Fantasy Bücher liest, ist es ein muss.Seit ich mit den Flüssen begonnen habe, habe ich noch viele anderen Bücher dieser Art gelesen, aber keine ist so fesselnt und amüsant wie diese Buchreihe!Ich freue mich bereits auf den nächsten Teil!