Wie Recht er doch hat mit dem Buchtitel, er hat mir damit direkt aus der Seele gesprochen. Aber abgesehen davon ein toll geschriebenes Buch, eben Lichter Art. Ich habe viel über Horst Lichter erfahren. Ich mochte ihn schon immer und sehe seine Sendungen gerne, aber ich gehöre jetzt nicht zu den Fans, die alles über jemanden sammeln. Deshalb war vieles für mich auch neu und sehr spanned zu erfahren. Er ist vor Allem ein toller Mensch vor dem ich mich gerne verneige, bei allen Schicksalsschlägen noch so Lebensfroh zu unterhalten, Hut ab. Andere Menschen geben bei viel weniger auf.Das Buch macht vor allem auch nachdenklich, es zeigt auch, dass die Zeit gnadenlos vergeht und die uns verbleibende Zeit immer weniger wird. Irgendwann kommt man dann zu dem Schluss, keine Zeit mehr für Arschlöcher zu haben. Die uns verbleibende Zeit ist zu wertvoll und wir sollten sie weise nutzen.Da Horst Lichter fast allen immer gleich das Du anbietet, sage ich jetzt mal, sein Einverständnis vorausgesetzt, DANKE lieber Horst für viele Stunden der Fernsehunterhaltung, danke für ein paar Kilo mehr :) , danke für dieses Buch, danke, dass Du uns an einem Teil deines Lebens hast teilnehmen lassen. Ich wünsche Horst Lichter noch viele schaffensfrohe Jahre in Gesundheit. Und mögen nicht mehr all zu viele Arschlöcher seinen Weg kreuzen.
.... außer man tut es.Ich mag den Horst und Bares für Rares wirklich gern, aber dieses Buch hat mich enttäuscht. Von den Erzählungen über den Verlust seiner Mutter war ich sehr berührt, aber dann folgte für mich ein Wirrwarr aus dem Leben, das sich nur deshalb noch gut las, weil eine Menge lustiger Sprüche drin vorkamen, die ich mir - jetzt mal Hand auf den Herd - am liebsten mal alle aufschreiben wollte. Gut, zumindest konnte man in einige Ereignisse in seinem Leben Einblick gewinnen.Was mir allerdings als Fazit wirklich sauer aufstieß, war die hier schon öfter erwähnte Selbstverherrlichung und fast schon devote Entschuldigung an jeder Ecke für alles Getane und Gesagte. Zuviel des Guten!Wir machen alle mal falsche Äußerungen oder handeln falsch. Da passt hier und da mal eine gezielte Entschuldigung in einem Buch, aber nicht zig davon. Wenn man z. B. seine Meinung über Kollegen sagen will, dann raus damit, aber nicht noch zig Entschuldigungen hinterherschicken, die das nur unglaubwürdig machen.Und wenn ich ein Typ sein will, der fortan die letzten Jahre bewusster, netter und an Mitmenschen sehr interessiert leben will, dann mach ich das, aber ich muss es nicht wie ein Mantra an mich selbst tausende Male im Buch erwähnen.Wenn Gutes, dann ohne viel verbales Primborium darum einfach nur TUN.Unterm Strich finde ich im Buch nicht das, was der Titel verheißt, vielleicht hätte man es einfach anders nennen sollen?However - den Horst guck ich mir immer noch gern in der Glotze an.
Der Titel des Buches suggeriert eine Art Ratgeber zu sein, dabei ist es eher ein Fazit des Autors. Aber vielleicht ist "Autor" auch zu hoch gegriffen. Das Buch ist so geschrieben wie Horst Lichter "der Schnabel gewachsen" ist. Dadurch entsteht da und dort eine leichte Unwucht beim Lesen, die aber nach ein paar Zeilen verziehen ist.Horst Lichter macht es in diesem Buch anders als andere Kollegen des Showgeschäftes vor ihm. Er packt weder Geheimnisse aus noch gewährt er tiefe Einblicke durchs Schlüsselloch. Eben so wenig erstellt er keine Abrechnung mit Weggefährten und vermeidet selbst ein Ar..... zu sein.Es liest sich eher wie ein "Gespräch mit einer Nachbarin" bei einer Tasse Kaffee oder mit einem Glas Wein mit einem alten Klassenkameraden. Als kurzweilige Urlaubslektüre sehr zu empfehlen oder für die letzten 30 Minuten des Tages vorm Einschlafen. Leichte Kost, die sich gut lesen lässt.