Leider bin ich in den letzten 8 Jahren von Größe 34 auf 42 gekommen. Nicht schlimm würde mancher sagen, es lebt sich ab einem bestimmten Alter (ich bin 59) auch mit ein paar mehr Pfunden auf den Rippen ganz gut. Ich empfinde das aber anders, ich war immer schlank, habe niemals die Situation erlebt, dass in meinem Kleiderschrank ein Großteil der Klamotten nicht mehr passt. Es muss was passieren finde ich, deshalb habe ich mir auch diese Ebook zur Gewichts-Reduzierung angeschaut:Die Signale in die Schaltzentrale mit den richtigen Lebensmitteln austricksenDiese beiden Autorinnen sind Neurochirurginnen, haben erkannt, dass wir alle inzwischen unheimlich viel über Ernährung wissen und trotzdem immer mehr Menschen mit Übergewicht kämpfen. Sie achten deshalb in ihrem Diät-Buch darauf, die Regler in unserem Gehirn, die Appetit und Sättigung beeinflussen mit den richtigen Lebensmitteln perfekt zu versorgen. Um das Hinzukriegen geht es darum, die Zusammenhänge zwischen Schaltzentrale oben und Magen und Darm-Trakt unten zu kennen, erklären die Damen mir.Energiedichte, viele Ballaststoffe im Essen, ein hoher Anteil an Proteinen (Hülsenfrüchte). die richtige Nährstoff-Versorgung für die Nervenzellen und Zutaten, die den Blutzucker in Schach halten machen schon mal mehr als die halbe Miete aus. Bisschen „Fake“ kann auch nicht schaden, aber der totale Verzicht auf Kohlehydrate funktioniert meistens nicht, dann fällt die Stimmung in den Keller.In diesem nicht strengen Diät-Kochbuch darf es auch mal die Lieblings-Pasta (Fake-Spaghetti-Bolognese) oder eine Mousse au Chocolat aus Avocado und Banane und eine „falsche heiße Liebe“ zum Nachtisch sein, wo Eis durch einen leckeren Bananen-Joghurt ausgetauscht wird. Das fand ich verblüffend einfach und ein klasse Auftakt in das Projekte abnehmen mit Genuss.Das große Kopf-Kino – wird es nicht – schade…Beim Theorieteil, bin ich erstaunt, das hier alles so wage bleibt und die beiden Expertinnen in Sache Mind-Setting, wenig programmieren wollen: kleine Schritte – hier sogar Mini-Schritte erlaubt, die Ziele visualisieren und der Waage nicht aus dem Weg gehen…Das reicht mir für die Theorie leider nicht aus!Lecker bleibt lecker und satt ist satt – gewusst wie!Es gibt jedoch viele weitere leckere Rezepte die total einfach sind, nicht viel Arbeit machen oder den Einkauf von vielen verschiedenen Zutaten erfordern und wie im Urlaub schmecken (z. B. Provenzalische Gemüsesuppe, Italienische Salbeibohnen). Alle Rezepte in den klassischen Kategorien von Frühstück, Snacks, Suppen & Eintöpfe, Salate & Gemüse, Fleisch & Fisch, Pasta, Pizza, Pasta, Tartes bis zu Dessert und Gebäck werden unheimlich ansprechend präsentiert. Mit Ratatouille auf klassische Art, Blattsalat mit Zimtbirnen, Boeuf Bourguignon mit Buchweizen lässt sich genussvoll in eine Diät starten. Vieles ist zudem einfach und schnell in der Zubereitung. (Provence-Linsen-Salat mit Tomaten und Oliven, Provenzalisches Fenchel-Zitronen-Hähnchen)Es scheint hier mehre Experten gegeben zu haben. Der oder diejenige, die für die Rezepte verantwortlich ist verfügt über viel kreatives Talent und kann die Erkenntnisse aus dem Theorieteil lecker in tolle unkomplizierte Rezepte transformieren, sie setzen auf ein Genuss-Erlebnis, das sich wie im Urlaub anfühlt und können für Anfänger sperrige Zutaten wie den gesunden Quinoa (Linsen-Kokos-Curry) so kombinieren, dass nicht die Verzichts-Ampel im Gehirn sofort aufblinkt.Es wird weder auf Fisch oder Fleisch oder Zutaten wie Bananen, mit hohem glykämischen Index (Blutzucker) verzichtet, sondern sehr schmackhaft und kalorienarm (Bananen-Split mit Nüssen, Beeren, sogar einer Schoko-Fertig-Dessertsauce) kombiniert.Fazit: Tolle einfache Rezepte und wenig Vorschriften sollen zum Erfolg führen…Um viel über gesunde Ernährung zu lernen, dafür bietet dieses Buch trotz eines ansprechenden visualisierten 6-Punkte-Programms zu wenig! Es will mit lecker Essen wie im Urlaub Lust auf weniger und das richtige Essen machen. Es eignet sich also gut für Genießer und Leute, die es ohne Verbote mit dem Abnehmen angehen wollen. Das ist perfekt, um mal diese oder jene Mahlzeit einfach gegen eine gesündere und leckere Variante aus diesem Buch auszutauschen.Ich hatte das Gefühl, dass man mir mit diesen Rezepten am meisten gönnt, um so Ballaststoffe und Nährstoffe in mein Essen zu integrieren, auf die ich sonst keine Lust habe. Die Rezepte in diesem Buch waren die einfachsten und unkompliziertesten, die super geschmeckt haben, obwohl es definitiv ums Abnehmen geht.Die Rezepte reißen viel raus, wären sie aber nicht so ansprechend und einfach gewesen, hätte ich 3 Sterne vergeben, weil der Ernährungsteil keine langfristigen Erkenntnisse generiert, die ohne die Rezepte funktionieren.
Jeder der schon mal ein paar Pfunde abnehmen wollte, weiß wie schwierig das sein kann. Die Autorinnen Dr. Iris Zachenhofer und Dr. Marion Reddy sind Neurochirurginnen und wissen, dass unser Gehirn bei dem Prozess eine entscheidende Rolle spielt.Daher steht am Anfang erst einmal der theoretische Teil, der einem verständlich erklärt, was da abläuft und wie man sich dieses Wissen zunutze machen kann. Es gibt also Nahrungsmittel, die uns bei unserem Vorhaben unterstützen, und andere, die genau das Gegenteil bewirken. Also machen wir uns doch die „Psychotricks“ zunutze.Die passenden Rezepte gibt es dann natürlich auch. Dabei greifen die Autorinnen auf Speisen aus Italien oder Südfrankreich zurück, da sie sich dort für ihre Zusammenarbeit treffen. Die Rezepte sollen schmecken, beim Abnehmen helfen und nicht zu aufwändig sein. Das ist gut gelungen, doch bevor man diese Informationen verinnerlicht hat, wird wohl eine Weile vergehen.Der Rezeptteil ist gut strukturiert und dort lässt sich wohl für jeden etwas finden. Dabei gilt sowieso die Regel „Es gibt keine Regel“. Man kann sich die Mahlzeiten so zusammenstellen, dass sie für einen passen, denn Geschmäcker und Bedürfnisse sind nun einmal sehr unterschiedlich.Wie immer bei GU war ich von den tollen Fotos begeistert.
Ich habe schon einige Bücher der beiden Autorinnen gelesen. Dies hat mich nun nicht so sehr überzeugt. Im ersten Teil beschreiben die beiden recht ausführlich neurologische Zusammenhänge, die unser Hunger-und Sättigungsgefühl maßgeblich beeinflussen. Diese Informationen mögen sicherlich interessant sein, mir persönlich helfen aber eher konkrete Handlungsstrategien weiter als das Erlernen medizinischer Fachbegriffe. Zwar werden am Ende eines jeden Abschnitts immer auch einige Lebensmittel genannt, die den in den Abschnitten genannten Zusammenhängen entsprechen, so richtig weiß man dann aber doch nicht, wie man die neu gewonnenen Erkenntnisse im Alltag umsetzen soll.Auch der umfangreiche zweite Teil des Buches mit Rezepten war für mich nicht sehr hilfreich. Tatsächlich empfand ich den Großteil der Rezepte in der Herstellung als zu aufwendig, als dass sich diese auch auf Dauer als alltagstauglich erweisen könnten. Insgesamt wäre weniger wohl sicherlich mehr gewesen.