★★★★★
k.A.
15.06.2026
ean-shopping.de
Ich habe dieses Buch als Mitbringsel für einen Bekannten gekauft. Die Gestaltung ist sachlich und die Bindung hält das Buch gut zusammen. Die Lesbarkeit ist für mich gut gelungen.
Ich bin 72 Jahre alt, arbeite noch als Dozentin, und fühle mich durch das Buch bestätigt. Das Buch vermittelt einen sehr guten Überblick. Ich habe alle Infos bekommen.
Von Professor Kleine-Gunk habe ich bereits mehrere Bücher gelesen. Er versteht es, auch schwierige Sachverhalte verständlich und unterhaltsam darzustellen. Sein neues Buch hat meine Erwartungen alle noch übertroffen. Alle relevanten Bereiche der Altersforschung werden dargestellt. Von den Hormonen, über den Einfluss von Stress und die Epigenetik, bis hin zur Demenzprophylaxe. Man lernt unglaublich viel bei der Lektüre und hat gleichzeitig großen Spaß beim Lesen, denn Prof. Kleine-Gunk ist ein glänzender Stilist. Wer jung im Kopf bleiben will, der sollte sein Gehirn auf möglichst vielfältige Weise anregen – anfangen kann man am besten schon mal mit diesem Buch
Das Buch möchte einen Überblick über verschiedene Bereiche des Alterns geben. Es konzentriert sich also nicht nur auf Gedächtnis und Ernährung.Es bietet übersichtlich Informationen zu dem Thema. Neben den einzelnen Kapiteln hat man auch immer die wichtigsten Punkte des jeweiligen Kapitels nochmal zusammengefasst am Ende des Kapitels. So findet man auch Abschnitte leichter.Zudem finden sich Quellenangaben zu den zitierten Studien. Das ist wichtig, damit es nicht einfach Behauptungen sind. Und man kann ggf. bei den Studien nachlesen/ selbst beurteilen, ob man sie jeweils eine gute Quelle findet.Für Jemanden, der sich schon damit beschäftigt hat, findet sich wirklich wenig Überraschendes. Aber für den nicht-medizinisch-Geschulten ist es ein sehr guter Überblick mit vielen guten Informationen.Was mir zu den einzelnen Themen aufgefallen ist:> Blaue Zonen:Dies sind Orte, wo Menschen besonders lange leben. Da diese Zonen sehr unterschiedlich sind, macht es keinen Sinn, verallgemeinernde Aussagen aus der Lebensweise der dortigen Menschen zu ziehen. Und erfreulicherweise macht er dies auch nicht (naja, fast). Er stellt genau das auch als Punkt heraus und stellt die Bereiche einfach vor. Daraus kann man dann letztendlich nicht wirklich viel ziehen. Kann aber interessant sein, diese Unterschiede mal bewusst zu machen. Also dass es nicht "die eine Lösung" gibt.> Demenz und Gedächtnis:Den Abschnitt fand ich wirklich gut. Man kann richtig praktische und umsetzbare Lösungswege daraus ableiten und hat Ideen, wie man das Gedächtnis gut trainieren kann. Es sind auch verschiedene Ideen, so dass man einfach für sich schauen kann, was passt. Es ist anschaulich und lebhaft beschrieben.> Ernährung:Die empfohlene Ernährungsweise wie beispielsweise Omega-3 entsprechen dem aktuellen Stand der Forschung und der Ernährungsempfehlungen. Übersichtlich und gut.> Fasten:Das Kapitel zum Fasten war das Kapitel, was ich wirklich nicht mochte. Zudem kommt er immer wieder darauf zurück. Immerhin sagt er, dass beim Intervallfasten die Ketose garnicht erreicht wird und dass bei solchen kurzen Fastenzeiten abgesehen von Kalorienreduzierung nichts passiert. Aber längeres Fasten wird mir zu einseitig positiv dargestellt und zu sehr auf Tierstudien bezogen. Warum sollte es etwas Gutes sein, wenn der Körper in den Überlbens-Not-Modues schaltet. Studien die ich kenne zeigen, dass sie Veränderungen in der Fastenzeit sogleich verschwinden, sobald man aufhört zu fasten, da es sich bei den Veränderungen um eben einen Überlebenskampf handelt. Und auch neuere Epigenetik-Studien haben gezeigt, dass die Zellen den Befehl nach Hunger-Zeiten zu vermehrter Einlagerung von Energie bekommen. Während dem Fasten wird zudem das natürliche Hungergefühl gestört (was nicht gut ist).Insbesondere wird hier die Gefahr einer Essstörung zu wenig gesehen. Wenn man merkt, dass man beim Fasten in ein Hoch kommt und sein Gewicht und somit wenigstens etwas kontrollieren kann, ist das der klassische Einstieg in die Essstörung.> Stress:Das Kapitel Stress ist sehr medizinisch. Hier hätte Psychotherapie mehr Platz haben dürfen - zumindest eine Empfehlung, sich damit auseinanderzusetzen, was die (unbeussten) dahinterliegenden Ursachen in einem sind. Meditation und Entpsannung sind gut und wichtig, aber immer nur "Pflaster". Die Wirkung von Meditation und Entspannung hat er wiederum anschaulich beschrieben. Da er natürlich kein Therapeut ist, ist es aber sinnvoll, sich auf die eigenen Schwerpunkte zu konzentrieren. Sehr gut fand ich den kleinen Abschnitt, der erwähnt, dass auch Psychotherapie messbare Veränderungen im Gehirn bewirkt.> Darm:Auch hier finden sich praktische Umsetzungsmöglichkeiten. Alles gut und an aktuellen Standarts dargestellt.Das Buch ist zudem durch die roten Seiten und Überschriften übersichtlich gestaltet, so dass man Kapitel schnell findet.