Ich finde das Buch sehr gut geschrieben, einfach und verständnis, sehr schöne Fragen...ich habe mich in vielen Situationen wieder erkannt, das Buch kann ich jeden egal in welchem Alter von jung bis alt empfehlen. Schnelle Lieferung. Im ganzen kann man nur 5 Sterne geben.
Ich engagiere mich unter anderem ehrenamtlich in einem Altenheim. Dabei war/bin ich auch als Betreuer für schwerkranke alte Menschen aktiv und habe immer wieder Sterbende bzw. Hochbetagte auf dem Weg zum Sterben begleitet. Damit gehöre ich strenggenommen nicht genau zur Zielgruppe dieses Buchs, wenn man sich am Untertitel orientiert, weil ich kein pflegender Angehöriger bin. Trotzdem habe ich in dieses Buch geblättert, als ich es geschenkt bekam – und stellte sehr schnell fest, dass es sich eben gerade auch an Menschen richtet, die in Altenheimen oder privat alte und/oder schwerkranke Menschen begleiten und/oder pflegen.Die Autorin hat hier so etwas wie ein Mutmach-, Stärkungs- und Begleitbuch für Pflegende (Angehörige) geschrieben. Es bietet Gedanken, Denkanstöße und Möglichkeiten, eigene Gedanken unter verschiedenen Gesichtspunkten zu dokumentieren. Die Denkanstöße beziehen sich auf den Themenkomplex Krankheit, Tod und Sterben, beleuchten ihn aber gerade aus dem Leben heraus, indem das Hier und Jetzt als Folie für die Rückschau und den Umgang mit der Gegenwart benutzt werden soll. Dabei geht es letztendlich um nichts weniger als um die tief philosophische Frage nach dem Sinne unseres Lebens. Und auf sie kann nur jeder seine eigene Antwort finden. Das Buch hilft dabei, indem es einen sich selbst durch Denkaufgaben und Gedankenimpulse näher bringt. In gewisser Weise ist es auch eine Anleitung zur Analyse des eigenen Seins.Sicher hat dieses Buch auch einen gewissen „therapeutischen Wert“. Eine Selbsthilfegruppe oder den Austausch mit anderen Menschen wird es nicht ersetzen können. Als wertvolle Ergänzung darf man es allemal betrachten. Es hilft dabei, mit traurigen und herausfordernden Situationen umgehen zu lernen, indem man das eigene Leben reflektiert und eigene Bedürfnisse und Wünsche erkennt und dementsprechend handelt. Ich denke, dass das Buch auch dabei hilft, dem anderen über sich selbst näherzukommen. Wer für sich selbst sorgen und sich Gutes tun kann, hat auch wieder Kraft für den Anderen. Das Buch bietet kein Patentrezept und auch keine Anleitungen nach dem Motto „Auch in schwierigen Situationen glücklich in 10 Sekunden“. Aber es hilft dabei, sich durch neue Gedanken(muster) zu stärken und das Leben neu kennenzulernen. Ich weiß nicht aus eigener Erfahrung, wie hilfreich dieses Begleitbuch für Menschen ist, die jahrelang Tag und Nacht Angehörige pflegen. Als Bezugs- und Betreuungsperson in einer Pflegeeinrichtung kann ich jedoch sagen, dass auch ich für meine Arbeit – aber auch für mein privates Leben – einige neue Gedanken und Impulse mitgenommen habe. Immer wieder blättere ich in „Gemeinsam den letzten Weg gehen“ und entdecke dabei gerade auch das eigene Leben neu. Dabei geht es mir nicht darum, Bilanz zu ziehen, sondern das Heute und den Augenblick bewusst zu verbringen und auch kleine Freuden zu erkennen und zu genießen …Mein Gesamtergebnis: Dieses Buch richtet sich an Leute, die betagte und schwerkranke Menschen pflegen und betreuen. Es ist im wahrsten Sinne ein „Begleitbuch“, weil es Denkanstöße gibt und damit gerade auch in schwierigen Zeiten Unterstützung gibt. Auch hilft es dabei, den eigenen Umgang mit schwerkranken alten Menschen zu überdenken und auch sich selbst so zu pflegen, dass man wieder Kraft schöpft. Es hat mir als in der Altenpflege aktivem Menschen geholfen, auch nach „schwierigen“ Besuchen und Pflegesituationen wieder zu mir zu finden. Ich glaube, es kann noch viel mehr all jenen Menschen helfen, die tagtäglich den eigenen Partner oder ein Elternteil pflegen und auf kraftspendende Unterstützung mehr angewiesen sind als jeder andere. Ich denke, dass „Gemeinsam den letzten Weg gehen“ eine wirksame Stütze und wirklich ein kleiner Rettungsanker sein kann, wenn Betreuer und Pflegende mit Situationen überfordert sind und vielleicht gerade niemand da ist, mit dem man sprechen kann.
Seit einiger Zeit pflege ich nun schon ein Familienmitglied und natürlich ist dies keine leichte Zeit für mich und meine ganze Familie. Als Angehörige hilft mir das Buch sehr bei der Bewältigung der Situation. Man muss ja sehr viel verarbeiten und da hilft das Schreiben enorm. Auch die Zitate und Anleitungen, bzw. Übungen, die im Buch enthalten sind, dienen als gute Hilfestellung. Da ich niemanden kenne, der in der gleichen Lage ist, habe ich mich immer sehr allein mit meinem Schicksal gefühlt. Das Buch hat mir neuen Mut gegeben, da es in Zusammenarbeit mit Menschen entstanden ist, die ihre Angehörigen pflegen. Die Gewissheit, dass man nicht allein ist, gibt einem sehr viel!