★★★★★
k.A.
30.05.2026
ean-shopping.de
Dieses Bilderbuch ist wunderschön und sehr berührend; es behandelt das Thema des Altwerdens und des Sterbens auf eine sehr liebevolle und anschauliche Weise. Ich kann es jedem empfehlen, der eine sanfte Auseinandersetzung mit diesen Themen sucht.
★★★★★
k.A.
30.05.2026
ean-shopping.de
Dieses Bilderbuch ist wunderschön und sehr berührend, es behandelt das Thema Altwerden und Sterben auf eine sehr liebevolle und sanfte Weise. Ich habe es den Kindern sehr empfohlen, es ist eine tolle Geschichte.
Die vorhergehenden Rezensionen sagen schon sehr viel, aber ich möchte noch einzelne Punkte hinzufügen.Ich habe dieses Buch für meinen 5-jährigen Sohn gekauft, dessen Meerschweinchen gestorben ist. Ich musste feststellen, dass es aber in diesem Buch keineswegs um ein Meerschweinchen geht, dazu lebt(e) Herr Muffin zu menschlich. Also wer ein Buch über ein sterbendes Haustier sucht ist bestimmt woanders besser beraten. Trotzdem habe ich es ihm vorgelesen.Das Buch ist in der Tat wahnsinnig traurig, ich habe sehr geweint. Allerdings muss ich einigen anderen Rezensenten hier widersprechen: ich finde nicht, dass das Leben des Herrn Muffin als sehr depressiv dargestellt wird. Ihm fehlt es an nichts, er wohnt idyllisch, erinnert sich zurück an ein erfülltes Leben und seine Frau, seine große Liebe. Auch das Kind, bei dem Herr Muffin wohnt, findet lobende Erwähnung, denn es hat ihn täglich gestreichelt und ihm das leckerste Essen (Gurken) und seine Lieblingsblumen gegeben . Auch im Tod bekommt Herr Muffin diese Dinge mit ins Grab, die er im Leben geschätzt hat. Sicher, ich gebe denen Recht die sagen, das Kind hätte das Meerschweinchen an seinem letzten Tag noch einmal streicheln können (im Buch wird das nicht explizit erwähnt), um darzustellen, dass auch ein kranker, sterbender Mensch angefasst werden und getröstet werden kann. Das ist aber dann auch der einzige ernsthafte Kritikpunkt am Buch, den ich tatsächlich nachvollziehen kann. Immerhin schreibt das Kind liebende Briefe an sein Haustier, aus denen hervorgeht, dass das Meerschweinchen im Familienverband wirklich dazugehört. Vielleicht kann man an der Stelle, an der die Streicheleinheiten erwähnt werden selbst als Vorleser hinzufügen, dass dies auch am letzten Tag so stattgefunden hat.Die andere Kleinigkeit, die mich persönlich stört ist, dass der Tod Hr. Muffins sogar im Fernsehen Erwähnung findet. Das ist auch bei Menschen - um die es hier ja wie gesagt geht - nicht der Regelfall. Den Sinn einer Todesanzeige (und was drin steht) aufzugreifen, finde ich eine schöne Idee. Auch das man zusammenkommt am Grab und dem Toten gedenkt, ist sehr einfühlsam dargestellt.Zusammenfassend finde ich also, dass das Buch wahnsinnig gelungen ist und durch die vielen Metaphern viel Raum für die weitere Beschäftigung mit dem Thema Tod lässt - und Denkanstöße gibt. Da das Buch sowohl den plötzlichen Tod der damals noch jungen Frau Muffin beinhaltet als auch das Sterben des kranken Herrn Muffin (bestimmt eine Erlösung) gibt den Vorlesern die Chance, beide Möglichkeiten zu besprechen. Meinem Sohn hat das Buch keine Angst gemacht. Der Tod ist nunmal ein schlimmes Ereignis - aber oftmals eine Erlösung für den Sterbenden und ich finde es legitim, das auch so darzustellen. Beschönigungen überlasse ich dann doch lieber den religiös-spirituellen Büchern, die den Tod als Übergang in das ewige Leben darstellen. Dies wird hier ausgespart. Es bleibt dem Vorleser überlassen, dem Kind zu erklären, was nach dem Tod geschieht (je nach Glaube oder eben auch nicht-Glaube).