★★★★★
k.A.
01.08.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch ist eine faszinierende und tiefgründige Lektüre, die mir viel über die emotionale Konstruktion der Realität vermittelt. Ich empfehle es jedem, der sich für psychologische und philosophische Konzepte interessiert.
★★★★★
Christian Rabhansl
20.05.2024
amazon.de
Ich finde dieses Buch wirklich toll. Es dürfte klar sein, dass ich damit auch sage, "ich finde Konstruktivismus toll". Es steht sehr viel in diesem ca. 200 seitigen Buch. Was habe ich für mich hier rausgelesen?Wir fühlen uns in der Welt, wie wir gelernt haben uns zu fühlen. Dies hat eine lange Geschichte, welche mit der Geburt, oder sogar vor der Geburt schon, beginnt. Eine Emotion kann wie ein früh installiertes Programm verstanden werden. Frühe Erfahrungen mit Bezugspersonen schaffen diese Emotionen und legen uns zeitlebens fest. In den Grundlinien des Emotionalen Konstruktivismus werden Emotionen als Hintergrundbeleuchtungen beschrieben, ohne diese wir nichts sehen würden. Diese Emotionen leuchten somit unser Denken, unser Wahrnehmen und unser Handeln aus, geben diesen eine bestimmte Note. Jeder Mensch hat somit eine emotionale Grundtendenz. Dies bedeutet, dieser Mensch neigt dazu, sich immer in gewisser Weise zu fühlen. Diese Grundtendenzen unterliegen weniger unserer Kontrolle. In anderen Worten, wir können sie nicht ändern, jedoch können wir diese beobachten und Feinjustierungen vornehmen. Gefühle wiederum sind temporäre Erscheinungen, die mehrmals am Tag auftauchen und wieder verschwinden. Anders als die Emotion, die mehr als Hintergrundbeleuchtung verstanden werden können, leuchten Gefühle kurz auf und sind dann wieder weg. Gefühle sind alt, schnell und klar, doch manchmal unangebracht, denn unser Zusammenleben ist weitaus komplexer geworden als es noch vor tausenden von Jahren war, als schnelle Entscheidungen und Reaktionen zum Überleben nötig waren.Wenn unsere Welt zuerst eine emotionale ist, und dann erst eine erzählerische wird, so ist es von großer Wichtigkeit, was wir uns erzählen. Wenn gewisse Personen gewisse Gefühle in uns auslösen, ist es wichtig zu verstehen, das die Ursache dieser Gefühle immer noch in uns liegt und nicht ausserhalb von uns.Diese alten Muster der Gefühle können wir auch Primärkonstruktionen nennen. Diese nehmen wir in den Blick, wir beobachten sie. Diese Primärkonstruktionen sind Bewahren und Wandel, Nähe und Distanz. Hierbei wird prinzipiell auf das Sicherheitsbedürfnis abgezielt. Jeder Mensch möchte sich zuerst sicher fühlen. Der eine tut dies, in dem er an Bewährtem festhält, der nächste, in dem er ständig Änderung sucht. Ein wieder anderer sucht Sicherheit in der Nähe zu den Menschen und zu guter letzt gibt es noch den, der Sicherheit in einer gewissen Distanz findet. Es kann nicht von Veränderung gesprochen werden, wenn Verhalten nur durch ein neues Vokabular ausgekleidet wird, jedoch die Primärkonstruktionen ausser Acht gelassen werden. Immer wieder an Bekanntem festzuhalten, Neues nicht in die Wahrnehmung integrieren zu wollen, hindert einen Menschen auch daran den Wahrnehmungshorizont zu erweitern. Was zu tun ist, ist die Art und Weise wie man denkt, fühlt und wahrnimmt unter die Lupe zu nehmen, diese genau zu beobachten, und sich Fragen zu stellen, woher diese Konstruktionen rühren.Das war mal ein kurzer Einblick. Würde ich dieses Buch noch einmal lesen? Ein klares Ja!
Emotionen werden an den Anfang allen Verhaltens gestellt. Radikaler Konstruktivismus: Wir konstruieren uns selbst unsere Weltsicht, wobei, wenn wir das begreifen, klar wird, auf welcher Basis wir stehen, welche Verantwortung wir selbst für uns haben.Wir sind geworfen (Heidegger) und geworden und haben die Aufgabe, daraus etwas zu machen und nicht auf Andere zu hoffen, zu warten oder auf Andere mit dem Finger zu zeigen und Mitmenschen und Verhältnisse verantwortlich zu machen, anstatt mich selbst.Warum bin ich so? Anregung, über sich selbst zu reflektieren. Seit wann haben Sie das?Für Therapeuten, Coaches, Berater.