Das Buch dokumentiert dass sich der Mensch seit der Steinzeit für Schönheit interessiert.
Schon damals schmückte er sich selbst und gestaltete schließlich sogar seine Werkzeuge und
Gebrauchsgegenstände ästhetisch ansprechend. Als er sesshaft wurde bemühte er sich um eine
ansprechende Gestaltung seiner Bauwerke - 'Wohnhäuser' Paläste und Sakralbauten - und ihres
Umfeldes. Vor allem Architektur Bildhauerei und Malerei trugen dazu bei. Gartenanlagen und -
in neuerer Zeit - selbst Blumenkästen sind Zeugen menschlichen Interesses am Schönen. Aber auch
die Musik spielte nachweislich seit spätestens etwa 40.000 v.u.Z. eine Rolle. Fast 5000 Jahre
alte metrische Texte dokumentieren ein frühes Interesse an schöner Literatur. Und längst finden
wir auch Gefallen an schöner Natur. All diese Tatsachen machen deutlich dass unser Interesse
am Schönen ein allgemeinmenschlicher Zug ist. In Analysen wird gezeigt dass es in den
biologischen (angeborenen) Dispositionen des Homo sapiens gründet und dem Wohl des Einzelnen
geselligem Miteinander ja dem Wohl der Menschheit überhaupt dient. Schönheit so wird
argumentiert kann so von einer Art sein gegen die es keine gültigen Einwände gibt. Wichtige
Schönheitsmerkmale aber vor allem die Art und Weise in der der Mensch sie als Eigenschaften
des Schönen auffasst sind Gegenstand detaillierter Erörterung. Dabei wird betont dass es vor
allem eine spezifische Form der Wahrnehmung ist die eine wohlbegründete Wertschätzung des
Schönen ermöglicht. Selbstverständlich werden auch zahlreiche Gegenargumente diskutiert: so die
dass Urteile über Schönes individueller Art und so prinzipiell nicht verallgemeinerungsfähig
seien dass nur die Schönheit akzeptabel sei die dem Wahren oder Guten diene dass schöne
Kunst nicht über gesellschaftliche Übel hinwegtäuschen dürfe dass sie ein Luxus sei der auf
Kosten der Ärmeren gehe und dass es in einer Welt von Kriegen Mord und Totschlag unangemessen
sei sich überhaupt mit Fragen des Schönen auseinanderzusetzen. Zahlreiche Abbildungen von
Beispielen des Schönen seit der Steinzeit und aus den unterschiedlichsten Kulturen aller fünf
Kontinente sollen die Hypothesen stützen.