Die Höhle der LöwinIch kann das Buch jedem empfehlen, der gegen Abtreibung ist oder der für eine Liberalisierung der Abtreibungen ist. Alle anderen können es als eine ehrliche Schilderung aus dem Leben einer zwischen 1950 und 1960 geborenen Akademikerin über die Jahres 1980 bis 2000 lesen. Es ist ein Buch, dass mich positiv überrascht hat. Was mich besonders beeindruckt hat, ist die ehrliche Schilderung eines Zwischenfalls bei einer Operation und die Ehrlichkeit und Direktheit insgesamt. Ich habe so etwas noch nie gelesen. Misserfolge bei ärztlichen Handlungen werden selten beschrieben und ich habe noch nie eine so ehrliche und aufrichtige Schilderung eines Zwischenfalls gelesen! Und dabei ist gerade dieses Nachdenken über Fehler, die Chance in Zukunft weniger Fehler zu machen!
Ich habe selten ein so eindimensionales Buch gelesen, wie dieses. Die Autorin versteht es glänzend alles nur schwarz-weiß zu sehen. "Männer sind das Böse und Frauen das Gute" (aus dem Vorwort). Ein Rundumschlag gegen die Gesellschaft. Die Erinnerungskultur der deutschen Vergangenheit sei schlecht, Männer seien schlecht, Ausländer (insb. Amerikaner) sind die Wurzel allen Schlechten für Frauen, Religionen sind verlogen, Polizisten sein untätig wenn es um den Schutz von Frauen gehe, der Rechtsstaat müsst bei einem alleinigen Verdacht einschreiten und verurteilen, Psychiater seien falsch und verlogen, etc.Die Autorin ist unfähig zu differenzieren und schert alles über einen Kamm. Z.B. prangert sie sehr gerne Christen an, ohne zu differenzieren, dass es sich dabei um einen kleinen Teil von (zugegebenermaßen) verblendeten Fundamentalisten handelt. Gleiches gilt für die bereits genannten Amerikaner, die zu der Zeit in Deutschland stationiert waren. Statt zu differenzieren sind einfach alle nur Schweine (hat die Dame vergessen, warum sie in Deutschland stationiert waren?). Sie behauptet, dass männliche Repertoire während dem Sex lediglich von Lust Befriedigung bis zur Machtdemonstration in Form von Vergewaltigung reiche, was sicherlich bei manchen Männern der Fall ist, jedoch haben die meisten immer noch einvernehmlichen Sex aus Liebe, den beide Partner genießen!Schade! Hatte mir erhofft, verschiedene Facetten eines so komplexen Themas, Abtreibung, kennenzulernen. Stattdessen bleibt der Inhalt nur äußerst oberflächlich und populistisch.Versteht mich nicht falsch, ich bin absolut für Abtreibung, wenn es triftige Gründe dafür gibt und ich bin dafür, dass Ärzt*innen über einen Schwangerschaftsabbruch informieren dürfen (einer Sache, der die Autorin zum aktuellen Zeitpunkt schuldig gesprochen wurde). Jedoch macht es die Autorin mir sehr schwer, auf ihrer Seite zu sein. Sie macht ganz den Eindruck einer verbitterten Frau. Die Punkte aus ihrer Vergangenheit, die im Buch anklingen, mögen viele ihrer radikalen Sichtweisen erklären, rechtfertigen meiner Meinung aber nicht, das einseitige und teils sehr diskriminierende Schubladendenken der Autorin.In der zweiten Hälfte des Buches schafft es die Autorin die Kurve zu kriegen und statt von ihrem unreflektierten Hass auch mal zu differenzieren. Sie spricht Vergewaltigung, Infibulation und weitere Missstände an, die Frauen weltweit systematisch diskriminieren, ausnutzen oder gar verstümmeln. Sie hat absolut recht, dagegen die Stimme zu erheben! Sie erzählt von einigen konkreten Fällen, die den Buchinhalt wieder etwa interessanter machen. Den einen Stern der Bewertung gebe ich für diesen Teil.Insgesamt aber ein Buch voller Hass und Verachtung von einer verbitterten Person. Schade, von einer so intelligenten Frau hätte ich mehr erwartet!
Schrecklich, dass diese Frau getötet hat. Sie ist des Gerichts schuldig.Babies, egal welchen Alters dürfen nicht getötet werden.Als Menschen müssen wir andere so behandeln, wie wir selbst behandelt werden wollen.Wollen wir getötet werden? Nein! Dann töten wir auch nicht und lassen auch nicht töten! Auch nicht Babies, denn dies sind auch lebende Menschen.Das hat die Autorin leider nicht verstanden.Bitte nicht abtreiben lassen, denn du nimmst einem kostbaren Menschen das Leben. Bedenke dass dieser Mensch dir vielleicht einmal sehr nützlich sein kann. Dir Freude bereiten kann, dich pflegen kann, dir helfen kann, dir Freund sein kann, dich vielleicht sogar versorgen kann. Lass dieses Geschenk bitte nicht töten! Du schadest ihm und dir!!!