★★★★★
k.A.
10.08.2026
ean-shopping.de
Die Geschichte ist fesselnd und die Charaktere sind gut entwickelt, aber die Handlung ist an einigen Stellen etwas zu emotional aufgeladen.
★★★★★
k.A.
10.08.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch ist absolut fesselnd und packt mich von der ersten Seite an; die Geschichte ist unglaublich emotional und die Charaktere sind sehr gut entwickelt.
Ava verliert ihre Mutter mit fünf Jahren. "Du darfst nicht alles glauben, was du siehst", sagt ihr Vater. Danach bringt er ihr täglich dieselbe Mahlzeit in ihr neues Kinderzimmer, einen Kellerraum: Milch, Brot, Frischkäse, Marmelade und ein Stück Obst. Selbst ihre Geschwister gelangen nicht mehr zu ihr..Später, nach einem Reitunfall, ist der Vater querschnittsgelähmt - Ava kommt auf sein Geheiß in eine Pflegefamilie. Immer wieder Phasen der Distanz: "Ich muss vergessen, dass es Menschen gibt." Während sie sich dennoch über die Jahre langsam einfindet, entspinnt sich eine Liebesbeziehung zum acht Jahre älteren Sohn Paul, der Polizist wird und mit dem sie schließlich in eine eigene Wohnung auf der Schweizer Seite des Bodensees zieht.."Paul wacht auf.Ava ist weg.".Ava besteht auf Zeit & Raum für sich. Ihr Biologie-Studium will sie nur noch beenden, wenn Paul im Gegenzug nicht mehr raucht, was er weiterhin tut. Ihr Wissen füllt dennoch Seite um Seite, Bakterien und Würmer, aber vor allem Vögel und alle auf Latein: Die Freiheit, die Fremde....... sucht Ava für ein Langzeitpraktikum in der Einöde Schottlands per Forschungsstation: ohne Privatsphäre..Vor ihrer Abreise: "Willst du Kinder, Paul, sagt Ava." In Schottland sitzt sie auf der Wiese mit Milch, Brot, clotted cream, Marmelade und einem Stück Obst..Anna Stern legt in ihrem dritten Roman die Geschichte der jungen Frau Ava vor, die trauert, aber leben will und auf Abstand geht, bis sie sich ihres nächsten Schritts sicher ist.Episodenhaft blickt Stern auf Avas Leben, chronologisch zurückgehend bis zu ihren Kinderjahren,derweil Ava als Erwachsene wächst und erstarkt,derweil Paul um sie kämpft und nachforscht, was geschehen ist in jener traumatischen Nacht 1998. "Ich sehe Kissen und Tränen und einen quecksilbrigen Kometen, schwebend durch zeitlosen Raum."Doch was an Erinnerungen kann überhaupt wahr sein?.Ein Roman mit einer bestens durchdachten Zeitstrukturierung, in klarem Stil gehalten, voller Zuneigung für stark charakterisierte Figuren, die schreiben, dokumentieren, haufenweise Songs hören und fotografieren: What can I say? Ein Schatz, inhaltlich wie optisch, mit einem atemraubenden Finish!