★★★★★
k.A.
26.07.2026
ean-shopping.de
Ein sehr informatives Buch, das gute Grundlagen für das Kochen bietet, allerdings fehlen mir noch einige tiefgehende Techniken.
★★★★★
Frankfurter Kochbuchrezensentin
29.05.2024
amazon.de
Wer heute kocht hat nicht Hunger, sondern sucht den Geschmack!Längst haben die modernen Food-Kolumnisten wie Katharina Seiser, Jürgen Dollase und andere den Kollegen vom Feuilleton den Rang abgelaufen, mit Kunst- u. Theater-Kritik lässt sich kaum noch Auflage machen: „Reportagen über Premiumproduzenten und Artikel über aufregende kulinarische Kreationen sind heute auch in Qualitätsmedien häufiger und ausführlicher zu lesen als Rezensionen über Theateraufführungen, Konzerte oder Ausstellungen; Interviews mit Top-Köchen wird mehr Platz eingeräumt als Interviews mit Künstlern. Und die neue Vergötterung des Kochens und das Hochstilisieren der Kulinarik zum Heilsweg für das Individuum und die Gesellschaft zeigen noch andere Folgen. Bei der Lektüre mancher Kochbücher hat es den Anschein, dass der gute Tipp, öfter selber zu kochen und damit auch wieder ein Stück Kontrolle über seine Ernährung zurückzubekommen, schnell zum kulturellen Gebot, ja zur moralisch aufgeladenen Kochpflicht zu werden droht. Wer sich dieser nicht emphatisch unterwirft, sieht sich dann schnell als »Opfer der Lebensmittelindustrie« bemitleidet oder zu einer Drückebergerin stilisiert (der Vorwurf richtet sich naturgemäß vor allem an Frauen), berichten Hanni Rützler und Wolfgang Reiter in ihrem Beitrag zum kurzweiligen Bändchen „Die Philosophie des Kochens“ herausgegeben von Stevan Paul im Hamburger Mairisch Verlag. Die beiden Wiener sollten es wissen, denn sie sind als Forscher den Ernährungs-Trends auf der Spur und verfassen gemeinsam einen jährlich erscheinenden Food-Report, außerdem veröffentlichen sie zahlreiche andere Publikationen zum Wandel der Esskultur in unserer Zeit.Fazit: Und sonst……Stevan Paul hat als Herausgeber für mich bei dieser Anthologie einen großartigen Job gemacht! Die Auswahl der Texte und Beiträge sind unglaublich informativ und geben viele Impulse zum Weiterdenken, weil sie klug gewählt wurden und eine zeitgemäße Auseinandersetzung mit dem Thema ermöglichen. Es geht u. a. darum, wie der Zen-Buddhismus die japanische Küche beeinflusst. Und wir verstehen, was nachhaltiges und regionales Kochen mit Einfachheit zu tun haben kann, wann Kochen politisch wird, wie ein Spitzen-Restaurant versucht, nicht nur Sterne-Küche zu zelebrieren, sondern einen intensiven Austausch mit zahlreichen Produzenten der Region pflegt und sich auch noch um die Arbeitsbedingungen seiner Köche kümmert. Wer 16 oder mehr Stunden täglich in der Küche schuftet, kämpft ums physische Überleben, das ist zutiefst unethisch, weil auch die Menschen am Herd Anspruch auf eine menschenwürdige und Behandlung haben! Ich habe jeden einzelnen zum Teil spitzzüngig und auf den Punkt formulierten Beitrag genossen! Die Voyeuristen, werden zum Glück nicht bedient: Im Beitrag „Wie schmeckt eigentlich Menschen-Fleisch, wird konsequent auf Google verwiesen, wer das wirklich genau wissen will muss sich also selber ans Werk machen. Der Artikel erklärt jedoch – und mehr geht bei einem solchen Thema seriöser Weise auch nicht, wie es in den unterschiedlichen Kulturen dazu kommen konnte und dass der Verzehr von Leichenteilen, immer auch das Aufrechterhalten der Verbindung zum Verstorbenen über den Tot hinaus darstellt. Diese Sammlung ist wie ein spannender Krimi für Genuss-Süchtige egal ob Profi oder Laie, ich habe mich toll unterhalten gefühlt und jede Menge Neues gelernt – ich ziehe meinen Hut, davor, wenn Philosophie so kurzweilig daher kommt und gleichzeitig eine runde und umfassende Sammlung herauskommt, die mit deutlich weniger als 250 Seiten auskommt!Eine umfassende Rezension gibt es auf meinem Blog!
Hier hat der Herausgeber Stevan Paul (Koch, Journalist, Romanautor) eine ganze Gruppe von Philosophen, Köchen und Köchinnen, Food-Aktivisten, Soziologen, Künstlern und viele mehr dazu gebracht, übers Kochen aus ganz unterschiedlichen Blinkwinkeln nachzudenken. Jeder tischt dazu eigene Erkenntnisse auf und es kommen auch ganz ungewöhnliche Aspekte zur Sprache. Das Buch wird nirgends langatmig, selbst Schwieriges wurde gut verständlich geschrieben. Es werden ernste Themen seriös behandelt, wie zum Beispiel Welternährungsfragen und ethische Aspekte. Dass auch Kurioses zur Sprache kommt, wie zum Beispiel Kannibalismus, oder galant und humorvoll über Gastroerotik geschrieben wird, macht das Buch erst zu einem richtigen Juwel unter all den Büchern übers Kochen.