★★★★★
k.A.
12.06.2026
ean-shopping.de
Dieses Amulett ist faszinierend und transportiert eine unglaubliche Geschichte aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges; ich bin absolut begeistert von diesem historischen Stück.
★★★★★
k.A.
12.06.2026
ean-shopping.de
Dieses Amulett ist faszinierend und ich bin sehr begeistert von der historischen Bedeutung, die es hat. Eine wunderbare Ergänzung für jeden Sammler.
Bei solchen Sätzen weiß man, voran man ist. Aber es muss auch solchen Kitsch geben, weil bestimmte Menschen so etwas mögen. Zu dieser Zielgruppe gehöre ich nicht, und ich verschlinge solche Bücher auch nicht, weil mir klar ist, dass sie kaum die Wirklichkeit schildern können, in der sie zu spielen vorgeben.Da wir in einer ganz anderen Zeit leben, filtern wir unsere Vorstellungen von der Vergangenheit durch die Umstände, die wir für normal halten. Doch vor 400 Jahren herrschten völlig andere Gegebenheiten, eben solche, die weit ab von dem liegen, was wir jetzt unter "normal" verstehen. Nach meinem Empfinden wurde auch dieser historische Roman zu sehr aus dem Blickwinkel der Gegenwart geschrieben.Aber vermutlich geht es bei solchen Büchern nicht allzu sehr um eine solche Glaubwürdigkeit, denn noch weniger als die Schriftsteller weiß das Lesepublikum, was im historischen Bühnenbild tatsächlich vor sich ging. Man kann ins Museum gehen oder sich Bücher zu Gemüte ziehen, aber selbst danach wird es schwierig sein, sich das Leben in einer längst vergangenen Zeit wirklich vorstellen zu können.Johannes‘ Schwester Elisabeth, die er im Verlaufe des Romans ständig sucht, soll als Hexe auf dem Scheiterhaufen enden. Johannes weiß nicht, dass Elisabeth die Hexe ist. Als er von dieser baldigen Hinrichtung hört, beschließt die Truppe, in der er sich gerade befindet, die vermeintliche Hexe zu befreien. An dieser Stelle kann man als Leser beispielsweise schon auf den Gedanken kommen, dass hier aus der Gegenwart heraus die Vergangenheit verbessert werden soll, denn solche von einem damals kaum vorhandenen abstrakten Humanismus geprägten Heldentaten ausgerechnet in einer Zeit von Brutalität und Banditentum wird es nicht gegeben haben. Ebenso wenig wie die Gedanken, die sich Johannes über den begeisterten Pöbel macht, der die Hexe brennen sehen will.Aber bereits viel früher kann einem auffallen, wie konstruiert die ganze Geschichte ist. Zu viele glückliche Zufälle. Beispielsweise hat Johannes zwar alles verloren, aber er kommt immer irgendwie durch. Und immer ist rechtzeitig Hilfe da, gelegentlich auch solche, die wenig glaubwürdig erscheint.Auch bei der Szene, aus der die Überschrift dieser Rezension stammt, kann man sich fragen, warum jemand einen goldenen Schatz, den das Amulett darstellt, aus irgendwelchen "höheren" Gründen einfach so wegwirft, zumal damit Erinnerungen an seine Familie verbunden sind. Das ist kaum zu glauben.Im Buch geht es auch um Bauernaufstände. Allerdings werden sie als Glaubenskämpfe dargestellt. Doch den Bauern ging es damals vor allem um ihre Lebensumstände, insbesondere um ihre Abhängigkeit vom Adel. Davon ist im Buch keine Rede. Auch nicht von Luthers zwielichtiger Rolle bei den Bauernaufständen.Um es kurz zu machen: Als Roman mit historischem Hintergrund ist das Buch als Unterhaltungsliteratur nicht schlecht, wenn auch nicht besonders spannend. Weiter gehende Fragen sollte man sich besser nicht stellen. Auch ein gewisser Hang der Autorin zu einer übertriebenen Sprache (besonders am Anfang) und kitschige Szenen (wie oben beschrieben) werden sicher vom Zielpublikum anders aufgefasst werden als von mir.