★★★★★
k.A.
03.07.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch ist eine tiefgehende und bewegende Darstellung der historischen Ereignisse von Stalingrad und beleuchtet die komplexen und tragischen Aspekte der Zeit hervorragend. Es ist eine exzellente Lektüre für alle, die sich mit diesem entscheidenden Wendepunkt des Zweiten Weltkrieges auseinandersetzen möchten.
Wer sich mit der Geschichte und dem Verlauf des Zweiten Weltkrieges beschäftigt, dem fällt im Laufe der Zeit schmerzlich auf, daß es kaum Literatur zum den damals im Einsatz gewesenen Sanitätseinheiten gibt. Das einzigste Buch, welches ich bis dato zu dieser Thematik besaß, war der 350-seitige Bericht des Schriftsteller und Chirugen Peter Bamm, Die unsichtbare Flagge. Bamm war während des großen Völkerringens Arzt an der Ostfront, allerdings hatte er das Glück, nicht in Stalingrad eingesetzt gewesen zu sein. Seinen bemerkenswerten Bericht kann ich heute noch jedem empfehlen, der die schwere Not, in der sich die Menschen damals befanden, nachempfinden möchte.Über die Schlacht von Stalingrad gibt es mittlerweile unzählige Berichte und Bücher, ich empfehe jedem, der hier sich neu in dieses Kapitel der Menscheitsgeschichte einlesen möchte, die Bücher von Paul Carrell. Über das auf deutscher Seite eingesetzte Sanitätswesen auf diesem Kriegsschauplatz gab es bisher wenig zu lesen, daher schließt dieses Buch eine große Lücke. Kampfstarke Verbände, wie die 6. Armee, verfügten über effektive Sanitätseinheiten. Ca. 40 San-Kompanien, zehn Divisionslazarette, ein Armee-Feldlazarett sowie ein Armee-Sanitätspark und eine Armee-Krankentransport-Abteilung waren in Stalingrad mit 6.600 Soldaten, darunter etwa 1.000 Ärzte, im Einsatz. Der Autor, von zuhause aus selber Mediziner, hat hier in jahrelanger Recherchearbeit das Schicksal der "stillen Helden" unter "der unsichtbaren Flagge" (Bamm) herausgearbeitet und dokumentiert. Er beschreibt Organisation und Arbeit der San-Einheiten, rekonstruiert die unterschiedlichen Phasen der militärischen Operationen, die Rolle der San-Verbände im Angriff auf die Wolgastadt und in der Verteidigung im Kessel. Er wertet die zum Teil erschütternden Berichte eingesetzter Ärzte aus, die Schilderungen kann man teilweise nur mit entsprechender Nervenstärke lesen und verarbeiten. Besonders beeindruckt haben mich die Erlebnisberichte, die er in vielen Feldpostbriefen der San-Soldaten gefunden hat sowie die Geschichte zweier Ärzte, die insgesamt 15.000 Operationen unter schlimmsten hygenischen, technischen und medizinischen Bedingungen durchgeführt haben. Das Buch ist übrigens mit 250 s/w-Abbildungen ausgestattet, der Preis von 29,90 Euro ist für ein Spezialthema und kleiner Reichweite nicht zu teuer ausgefallen. Ich kann es nur jedem Interessierten wärmsten empfehlen.
Die Lieferung erfolgte schnell, das Buch kam eingeschweißt an. Ich hatte aufgrumd des Preises gezögert, es zu kaufen. Als ich es dann öffnete, sah ich, wieviel Mühe sich der Autor mit der Recherche und den Fußnoten gegeben hat. Das Thema ist speziell, ich habe ein persönliches Interesse daran, weil mein Opa, wenn auch nicht in Stalingrad, ebenfalls zum medizinischen Personal gehörte.Für mich hat es sich gelohnt. Man erfährt sehr viel, angefangen von der Organisation bis hin zu den physischen und psychischen Belastungen der Ärzte, Sanitäter und Pfarrer. Hut ab vor dem Job unter den Bedingungen.Klare Kaufempfehlung.
★★★★★
Dr.med.W.Kai Bertram
26.06.2024
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Ein tolles,beeindruckendes Buch,leider fehlen Karten,wonach die Standorte,Lagen,Flugplätze,etc.besser beurteilen kann,auch die Gefangenenlager sind nicht sichtbar!