1. Wo Laminiergeräte eingesetzt werden
Bis zum Jahr 2010 war Erika Mustermann aus München sicher in Kunststofffolie eingeschweißt. Oder genauer Das Musterexemplar des deutschen Personalausweises war mit einer dünnen Folienschicht umgeben. Mit dieser Versiegelung sollte vor allem die Fälschung von Personaldokumenten verhindert werden. Denn eine nachträgliche Bearbeitung eines einmal eingeschweißten Schriftstücks ist kaum möglich. Ein anderes bekanntes Beispiel für den Einsatz von Laminiergeräten sind Speisekarten. Sie fühlen sich nicht nur gut an, sondern vertragen auch den einen oder anderen Fleck durch Getränke oder verschüttete Soßen. In jedem Fall sind laminierte Papiererzeugnisse gut gegen Feuchtigkeit geschützt und können bei Verschmutzungen leicht abgewaschen werden.
2. Schutz von empfindlichen Dokumenten
Die wichtigste Funktion eines Laminiergeräts ist, Dokumente, Fotos oder Werbematerial mit einer dünnen Kunststofffolie und mithilfe eines Klebers so zu verschweißen, dass sie luft- und wasserdicht verschlossen werden. Gerade für Papier ist die Lamination sinnvoll, da es schnell beschädigt oder feucht werden kann. Ganz besonders trifft dies für alte Dokumente und Fotos zu, die vor weiteren Beschädigungen geschützt und länger haltbar gemacht werden sollen. Bei Betriebsausweisen und Zeitkarten ist das Einschweißen besonders sinnvoll, da sich diese Ausweispapiere aufgrund ihres häufigen Gebrauchs schnell abnutzen.
3. Die beiden Verfahren des Laminierens
Der Begriff Laminat leitet sich von dem lateinischen Wort lamina ab, was so viel wie Schicht heißt. Damit wird ein Werkstoff bezeichnet, der aus mehreren miteinander verklebten Schichten besteht. Entsprechend spricht man von laminieren, wenn es um das Herstellen eines Laminats geht. Bei der Versiegelung von Druckerzeugnissen sind es in der Regel zwei transparente Kunststofffolien beziehungsweise Laminierfolien, die herkömmliches Papier vor Feuchtigkeit oder Rissen schützen. Diese Folien bestehen aus Polyethylenterephthalat (PET) und Polypropylen (PP), die Klebeschicht aus Polyethylen (PE).
4. Bessere Ergebnisse durch mehr Rollen
Bei Laminiergeräten wird zwischen zwei Verfahren unterschieden Die wichtigste Variante ist das Heißlaminieren. Bei diesem Vorgang wird das Papierstück von der Laminierfolie umhüllt und von zwei Heizplatten oder -rollen bearbeitet. Durch Temperaturen zwischen 60 bis 110C und entsprechenden Druck verschmilzt der Klebstoff der Folie mit dem Foto oder Dokument. Das Resultat nach dem anschließenden Abkühlvorgang Du hältst einen Ausweis in der Hand, der nicht knicken kann und sich einfach abwischen lässt. Wichtig beim Einstellen der Temperatur ist die Berücksichtigung der Folienstärke Dickere Folien benötigen eine größere Hitzezufuhr und sollten langsamer laminiert werden. Ansonsten kann es passieren, dass Folie und Dokument nicht ausreichend verschweißt werden und deshalb nicht stabil genug sind.