★★★★★
k.A.
31.07.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch bietet eine sehr kompakte und informative Zusammenfassung des Themas und ist eine gute Ergänzung für die Oberstufenvorbereitung. Allerdings empfinde ich die Tiefe für ein solch komplexes historisches Ereignis als etwas zu kurz.
★★★★★
k.A.
31.07.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch ist eine fantastische und sehr kompakte Zusammenfassung des Dreißigjährigen Krieges und des konfessionellen Zeitalters und bietet eine hervorragende Wissensbasis für alle, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Die Darstellung ist sehr informativ und gut strukturiert, perfekt für eine schnelle und tiefgehende Lerneinheit.
Der hier vorliegende Band aus der Reclam-Reihe "Kompaktwissen Geschichte" bietet einen guten Überblick über das sogenannte konfessionelle Zeitalter vom Augsburger Religionsfriede 1555 bis zum Westfälischen Friede 1648, der den Dreißigjährigen Krieg beendete.Wie in allen Büchern dieser Reihe gibt es drei grundlegende Teile mit Darstellung, Kontroversen und Quellen.Der Darstellung ist eine Einleitung und eine Zeittafel vorangestellt. Aus Einleitung und Zeittafel wird deutlich, dass der Titel des Buches etwas irreführend ist. Eigentlich ist der Untertitel "Leben und Überlegen im konfessionellen Zeitalter" viel treffender. Denn der Autor zieht den Fokus hier wirklich auf den Zeitraum von 1555 bis 1648. Dies ist für das Verständnis, wie es zum Dreißigjährigen Krieg kam, welche Mächte sich an diesem Konflikt beteiligt haben und warum der Krieg dreißig Jahre dauerte, sehr hilfreich.Aus der Zeittafel können die wesentlichen Ereignisse des gesamten Zeitraumes entnommen werden. Dabei werden nicht nur Ereignisse aufgeführt, die unmittelbar das Heilige Römische Reich betrafen. Auch Ereignisse in den Nachbarländer, die Einfluss auf den Dreißigjährigen Krieg hatten, werden erwähnt. Als Beispiele sind hier zu nennen der achtzigjährige Krieg zwischen den niederländischen Generalstaaten und Spanien und das Edikt von Nantes, mit dem die Hugenotten in Frankreich toleriert wurden. Auch wichtige Kultur- und wirtschaftsgeschichtliche Ereignisse sind der Zeittafel zu entnehmen, z. B. die Gründung der ersten öffentlichen Bank in Venedig 1587 und Herausgabe der ersten regelmäßig erscheinenden Zeitung in Straßburg 1605.Der Teil "Darstellung" besteht aus zwei Kapiteln. Im ersten Kapitel geht es um wesentliche Entwicklungen des konfessionellen Zeitalters. Hier werden beispielsweise der Augsburger Religionsfrieden und die Konfessionsbildung abgehandelt, außerdem die Entwicklung von Medien wie Flugblätter und Zeitungen und die Bedeutung von Bildung und Wissenschaft in der frühen Neuzeit.All das hilft sehr, um die Entwicklungen, die zum Dreißigjährigen Krieg geführt haben, zu verstehen.Die Schilderung des eigentlichen Kriegsverlaufes ist eher knapp. Auch im zweiten Kapitel bemüht sich der Autor sehr darum, den Charakter des Dreißigjährigen Kriegs verständlich zu machen. So wird die Zuspitzung der Konflikte (z. B. der konfessionelle Streit um die Stadt Donauwörth), die unmittelbar zum Kriegsausbruch geführt haben, ausführlich erläutert.Im Abschnitt "Kontroversen" werden die verschiedenen Thesen zur Konfessionalisierung und zum Charakter des Dreißigjährigen Krieges vorgestellt. Dabei wird beispielsweise diskutiert, ob der Dreißigjährige Krieg ein europäischer, ein deutscher eine konfessioneller, ein Staatsbildung oder ein Medienkrieg war.Unter den Quellen findet man beispielsweise einen Auszug aus dem Augsburger Religionsfrieden von 1555, der pfälzischen Schulordnung von 1556, dem Restitutionsediktes von 1629 und aus dem Tagebuch des Söldners Peter Hagendorfers. Insgesamt sind 14 Dokumente abgedruckt. Diese sind gut gewählt. Die frühneuzeitlichen Formulierung sind teilweise nicht leicht zu lesen. Auf die Dokumente wird zwar in der Darstellung verwiesen und es sind auch zu meist kurze Einführungen vorangestellt. Beim einen oder anderen Dokument würde ich mir aber eine ausführlichere Einführung wünschen.Insgesamt ist das Buch gut gelungen. Das Buch ist auch eine gute Ergänzung zu dem Buch von Johannes Arndt zum Dreißigjährigen Krieg. Als Verbesserung würde ich mir noch ausführlichere Erklärungen zu wesentlichen Verfassungsorganen des Heiligen Römischen Reiches wie dem Reichskammergericht oder dem Reichshofrat wünschen.Das Buch ist nicht nur für Schüler sondern für alle, die sich einen Überblick über das konfessionelle Zeitalter verschaffen wollen, empfehlenswert.