★★★★★
k.A.
26.05.2026
ean-shopping.de
Tolle Geschichte
Im Jahre 1943 flieht die jüdische Ärztin Hanna Mai mit ihren töchtern Minna und Malka in Polen vor den nationalsozialistischen neuen Machthabern. Hanna, die Mutter, sieht zunächst keine Gefahr durch die "Aktionen", die von SS und Gestapo ausgehen. Doch in letzter Minute entschließt sie sich zur Flucht - Hals über Kopf. Da wird ihre Tochter im benachbarten Ungarn, unter dem Horthy-Regime Bündnispartner Deutschlands, krank. Malka wird bei einer Bauernfamilie zurückgelassen. Ihr Lebens- und Leidensweg, stellvertretend für viele Schicksale, ist ungeheuer faszinierend beschrieben. Die Autorin Miriam Pressler, eine der produktivsten und bekanntesten Kinder- und Jugendbuchautorinnen Deutschlands, hat hier die Geschichte einer ihr bekannten realen Person, Malka, als Grundlage für einen rein fiktiven Roman genommen. Wie zahlreiche andere Werke der Kriegs- und Nachkriegszeit Josef Holub, Christine Nöstlinger, Peter Härtling oder den Büchern des von - ebenfalls von Miriam Pressler übersetzten - Uri Orlov), wird deutlich, welche Kraft und Vitalität Kinder haben mußten, um in dieser Zeit zu überleben. Dieses vielfach preisgekrönte Buch zeigt auf, wie plötzlich behütete Kindheit zerstört wird durch die brutalen äußeren Ereignisse.Die wirkliche Malka Mai kommt, wie die Autorin im Nachwort berichtet, nach Budapest und 1944 nach Palästina, wo sie ihre Mutter wieder trifft. Doch eine echte Beziehung entsteht nicht. Malka und ihre Schwester Minna lebten zunächst mit dem Vater im Kibbuz. Ihre Mutter wanderte erst 1948 nach Israel aus.Der Roman ist vielschichtig: nicht nur werden die Leiden der Kriegs- und Nachkriegszeit - etwa die alltägliche Präsenz des Hungers - packend geschildert (so gibt es Esstage und Hungertage, wobei letztere überwiegen; der Heißhunger nach warmen Kastanien etwa läßt den heutigen Leser richtig "mitleiden"), die uns bewußt werden lassen, wie gut es uns geht. Der Roman zeigt auch den Bruch der Mutter-Tochter-Beziehung auf und ist meines Erachtens von der Kritik zu recht als Roman einer "verletzten Kindheit" bezeichnet worden. Wieviele "verletzte Kinder" konnten überhaupt überleben? Wieviele namenlose Malkas sind gestorben? Etwa an der Krankheit Typhus, an welcher Malka auch erkrankt? Doch sie hat Glück - sie überlebt.Ein packend geschriebener Roman über die düsterste Zeit unserer Geschichte von einer Autorin, die genau recherchiert hat - unbedingt lesenswert und meines Erachtens zu recht vielfach preisgekrönt wurde.
"Malka Mai" habe ich schon mehrmals als Lektüre in einer 6. Klasse Gymnasium gelesen, weil es ein poetisch geschriebenes Buch über ein grausames Schicksal ist. Die Frage, ob es aufgrund der Thematik wirklich für Elfjährige geeignet ist, ist berechtigt. Daher sollen die Schüler hier selbst zu Wort kommen:"Es ist wichtig zu wissen, was in der Vergangenheit alles passiert ist, egal ob es schön ist oder nicht. Und genau das wird in "Malka Mai" gezeigt.""Ich finde es auch schön, dass das Buch nach einer wahren Geschichte geschrieben ist, und man erst einmal verarbeiten muss, was damals passiert ist. Wenn man sich das selbst vorstellt, dass das der eigenen Familie passiert, dann ist das schrecklich.""Es ist zwar relativ anspruchsvoll zu lesen und viele Begriffe müssen erklärt werden, doch zum Glück gibt es am Ende ein kleines Glossar mit simplen Erklärungen zu Fremdworten. Es ist eine Erzählung, die auf wahren Begebenheiten basiert. Dadurch wurde es oft ein wenig gruselig für einige Kinder.""So alleine war Malka ja zum Glück nicht. Es gab viele nette Menschen, die ihr geholfen haben und das beeindruckt mich. Trotz Hunger, Durst, Kälte und Angst hat sie es geschafft zu überleben. Haben wir ein Glück jetzt in dieser Zeit.""Ich fand Teile des Buches wirklich sehr spannend und traurig. Aber manche Teile fand ich wirklich sehr langweilig, denn die langen Beschreibungen waren unnötig.""Mir hat das Buch sehr gefallen, denn man kann meiner Meinung nach viel über den Zweiten Weltkrieg lernen und sich selber ein Bild davon machen, wie es früher war. Schade finde ich, dass es kein so richtiges Ende gibt.""Eigentlich lese ich ganz andere Bücher, aber "Malka Mai" hat mir so gut gefallen, dass ich jetzt mehr von diesen Büchern lesen werde. Dieses Buch hat mich sehr gerührt. Es ist für Erwachsene und Kinder geeignet.""Wir haben dieses Buch vor Kurzem als Klassenlektüre gelesen und jetzt ist es mein Lieblingsbuch. Die Geschichte ist sehr traurig. Es gibt Höhen und Tiefen, doch die Spannung bleibt immer da. Es ist so geschrieben, dass das Schlimme nicht beschrieben wird, doch man es trotzdem verstehen kann.""Dieses Buch ist eine Herausforderung, da man manchmal mit den Tränen zu kämpfen hat. Mein Tipp: Wenn man jünger ist, sollte man am besten mit einem Elternteil darüber reden."