★★★★★
k.A.
30.04.2026
ean-shopping.de
Ein spannendes historisches Buch, das mich in die Zeit von Berlin um 1890 entführt; die Geschichte der drei Freundinnen ist sehr fesselnd, auch wenn einige Details etwas weniger ausgefeilt sind.
★★★★★
k.A.
30.04.2026
ean-shopping.de
Die Buchausführung ist solide. Das Papier hat eine angemessene Dicke und die Druckqualität ist gut lesbar. Die Bindung hält den Inhalt stabil, was bei einem historischen Band wichtig ist. Die Seiten sind gut proportioniert und die Textdarstellung ist klar. Für Leser, die historische Erzählungen in gebundener Form suchen, bietet dieses Buch eine akzeptable physische Qualität.
★★★★★
Bücher in meiner Hand
23.05.2023
amazon.de
Der erste Teil der Trilogie, das Buch "Solang die Welt noch schläft", beginnt an an einem sehr ungewöhnlichen Ort - und schon ist man mitten drin in der Geschichte.Die drei Protagonistinnen sind gute Freundinnen und doch sehr unterschiedlich:Clara träumt vom Heiraten; Isabelle dagegen will Velofahren und nicht heiraten, bzw. zumindest nicht denjenigen, den ihre Eltern vorgesehen haben; Josefine träumt vom Velofahren und von Velos reparieren.In diesem Buch geht es hauptsächlich um Josefine, die auf einer Kur im Schwarzwald Velofahren lernt und seitdem "angefressen" ist davon. Unvorstellbar für uns heute, dass vor 120 Jahren Velofahren im Allgemeinen und im Besonderen für Frauen als unschicklich und äusserst schädlich angesehen wurde und teilweise sogar verboten war. Deshalb suchen die Freundinnen nach Mitteln und Wegen um ihre Träume trotzdem zu verwirklichen: wie z.B. eine Velofahrt morgens um 5 Uhr, eben "Solang die Welt noch schläft". Oder am Ende des Buches Josefines und Isabellas Teilnahme an einem Velorennen in Dänemark.Dazwischen passiert ganz viel, es bleibt von der ersten bis zur letzten Seite extrem spannend.Wie immer möchte ich auch nicht zu viel verraten. Ich selbst mag zu ausführliche Rezensionen, die die jeweilige Handlung verraten gar nicht; meine Rezensionen sollen "gluschtig" machen auf das Buch und keine Zusammenfassung liefern. Deshalb verrate ich nur soviel: Josefines Träume werden sich auf die eine oder andere Weise erfüllen.Das Buch überzeugt: wir begleiten lesend das Leben von drei jungen Frauen, und erfahren viel über die Historie des Velofahrens - etwas, was für uns heute normal und alltäglich ist, aber vor noch nicht allzu langer Zeit sehr suspekt war. Top! 5 Punkte.
Der Roman "Solang die Welt noch schäft" spielt im ausgehenden 19. Jahrhundert in Berlin, in einer Zeit, in der ganz allmählich die Technisierung und Industrialisierung auf dem Vormarsch ist. Noch beherrschen Kutschen und Pferde das Straßenbild Berlins.Im Mittelpunkt dieses Romans steht Josefine Schmied, eine selbstbewusste junge Frau, die durch ein schreckliches Unglück ihren Bruder verliert und sich dafür verantwortlich fühlt. Ihre Eltern strafen sie dafür mit Missachtung. Es kümmert sie wenig als Josefine dauerhaft erkrankt. Lediglich Frieda, die gegen alle Konventionen lebende Nachbarin, hat ein Ohr und ein offenes Herz für Josefines Nöte und ermöglicht ihr einen Kuraufenthalt im Schwarzwald.Dort freundet sich Josefine mit Lilo an, die die Kunst des Velozipedfahrens beherrscht. Als sie selbst das Radfahren ausprobiert, spürt sie eine bis dahin ungeahnte Freiheit und ahnt die Möglichkeiten, die mit diesem Gefährt verbunden sind. Ab da hat sie einen Lebenstraum: Sie möchte ein eigenes Veloziped besitzen.Doch bis dahin ist es ein weiter Weg und im Alltag rückt dieser Traum in weiter Ferne...Sehr gut gefallen hat mir, dass die Autorin die Unwägbarkeiten, ja, den Skandal, den Rad fahrende Frauen damals auslösten, authentisch beschreibt. Unterstrichen wird das durch Abbildungen und durch Zitate aus Zeitungsartikeln, die im Buch zu finden sind. Überhaupt ist die Gestaltung des Buches ein echter Hingucker und sehr gelungen. Ebenso die Auswahl des Titels, der mich gleich angesprochen hat und auch im Laufe des Romans immer wieder auftaucht.Auch der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, ich war gleich im Buch zu Hause.Mein einziger Kritikpunkt ist, dass mir die Entwicklung der Protagonistin Josefine etwas zu märchenhaft ist. Mich hat die Geschichte an Aschenputtel erinnert. Zunächst hatte ich beim Lesen einfach nur Mitleid. Später dann staunte ich, was ihr alles im Leben gelingt. Mir war das zu einfach und zu schön, um wahr zu sein. Ich hätte mir an dieser Stelle mehr Reibungsfläche gewünscht.Der erste Band der "Jahrhundertwind-Trilogie" hat mich trotz allem gut unterhalten.