★★★★★
k.A.
26.07.2026
ean-shopping.de
Diese Illustrationen von Franz Kafka sind absolut faszinierend und bringen die Tiefe seiner Texte wunderbar zum Ausdruck. Ich bin sehr begeistert von diesem Produkt!
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k.A.
26.07.2026
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Die Illustrationen der Texte von Franz Kafka sind sehr faszinierend und ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Allerdings ist die Darstellung etwas gedrängt, was den Gesamteindruck leicht beeinträchtigt.
Es ist das erste Kafka Buch, dass ich richtig gut finde. Bisher hat mich jedes Kafka Buch richtig depressiv gemacht und ich habe es wirklich sehr ungern gelesen. Durch die sehr kreativen Zeichnungen wird plötzlich klar, dass Kafka nicht nur depressiv ist, sondern auch sehr kreativ und fantasievoll schreibt. Unbedingt zu empfehlen für alle, die eigentlich zu Kafka bisher keinen Zugang hatten.
Wie kann man das Kafka-Jahr 2024 abseits von biographischen Verfilmungen besser begehen, als mit einem Buch, dass ganz neue Eindrücke vermittelt? Kafkas Texte kenne ich gut und liebe beinahe jeden einzelnen. Auch die noch erhältlichen Biographien sind mir bekannt und da ist es umso schöner, mal wieder ein Buch in der Hand zu halten, dass anders mit Kafka umgeht. Auch heute hört und liest mal viel darüber, wie düster, surreal oder gar depressiv die Werke von Franz Kafka sind. Die Künstlerin Stefanie Harjes hat mit diesem wunderschönen Büchlein bereits vor Jahren bewiesen, dass dies nicht ganz zutreffend ist. Der Autor, der zu Lebzeiten nur eine kleine Anzahl kürzerer Texte veröffentlichte, soll bei einer der seltenen Lesungen selbiger schallend gelacht haben und ähnliches (kann) den geneigten Leser*innen hier passieren. Stefanie Harjes hat sich 39 kürzere und längere Schriften (sofern ich mich nicht verzählt habe) geschnappt, ist in sie hinein getaucht und hat teils surreale, teils witzige, oft erschreckende und immer treffende Zeichnungen und Collagen geschaffen, die die Texte nicht nur illustrieren, sondern tatsächlich auch kommentieren und textlich ergänzen. Das schafft natürlich einen ganz persönlichen Blick auf Kafkas Welt und macht dieses Buch irgendwie zerbrechlich, weil es ja doch „nur“ der Blick einer einzelnen Person ist. Ich finde gerade das sehr spannend, denn es lässt mich meine eigene Sicht auf den Autor hinterfragen. Habe ich mir diesen großen, düster blickenden Türhüter in seinem strukturreichen Mantel und langem, offenbar geflochtenem Bart, genauso vorgestellt? Und wäre ich das denke, entdecke ich hinter ihm ein zweites, viel größeres Gesicht und ich entdecke den kleinen Josef K., fast versteckt zu Füßen des Türhüters. Die Bilder und Zeichnungen sind mal schwarz-weiß, mal farbig, mal fragmentarisch und skizzenhaft, mal raumgreifend und überwältigend. Neben den großen Texten wie z.B. der Prozeß, Amerika, Das Schloss und die Verwandlung hat sich die Künstlerin auch an weniger bekannte Schriften gewagt, die sie aber nicht mit weniger Liebe in Szene setzt.Bereits das wunderbare Cover lässt erahnen, auf was man sich hier einlässt. Eine grob, mit dicken Strichen gemalte Krähe mit den Augen Kafkas vor dem Hintergrund eines leicht vergilbten Notizzettels (?), darüber in leuchtendem rot der Buchtitel und gleichzeitig Name der Hauptfigur. Wir treffen (alp)traumhafte Frauengestalten mit 3 Augen und 6 Brüsten, Augäpfel, bestuhlt und beschirmt, das Liebespaar Milena und Franz, dass sich engumschlungen durch 2 Baumstämme bohrt und Josef K. flankiert von 2 Polizisten in Art eines Puppentheaters. Es ist unmöglich die Kunstfertigkeit dieses Buches in Gänze beschreiben zu können, da sollte sich jeder selbst ein Bild machen. Aber mit Sicherheit kann ich sagen, dass auch langjährige Kafka-Leser und -Enthusiasten ihre wahre Freude haben werden, wenn sie sich auf Stefanie Harjes‘ wilden Ritt einlassen.