★★★★★
k.A.
23.05.2026
ean-shopping.de
Traumreise!
La Réunion, es riecht nach Urlaub für Martial Bellion, seiner Frau Liane und deren Tochter Josapha. Doch dann verschwindet Liane aus ihrem Hotelzimmer. Martial schaltet die Polizei ein und wird schon bald zum Hauptverdächtigen. Die ehrgeizige Kommissarin Aja und ihr Kollege Christos nehmen die Ermittlungen auf. Als Martial merkt, dass es eng wird, plant er mit seiner Tochter die Flucht. Er kennt die Insel aus dem Effeff. Und dieses Wissen nutzt er schließlich, um mit seiner Tochter der Exekutive zu entkommen. Was steckt aber wirklich hinter dem Verschwinden von Liane? Das ist lange alles andere als klar, denn in der Tat spricht vieles gegen den Ehemann. Selbst die Tochter zweifelt am Vater.Sehr spannend entwickelte Geschichte mit sehr unterschiedlichen Charakteren. Ich habe das Buch gern gelesen und fand es eigentlich nie langweilig. Nebenbei lernt man auch Dinge über die Insel. Ich kann das Buch nur empfehlen.
Was ich hier erwartet hatte, war eine spannende Geschichte - was ich bekam war ein Meisterwerk der Irreführung und ein perfektes Zusammenspiel der Täuschungen, verpackt in einem mitreissenden und eingängigen Schreibstil.Was zunächst als leichte Urlaubslektüre vor dem Hintergrund der wunderbar beschriebenen Insel La Réunion beginnt, entwickelt sich schon sehr bald sowohl für den Leser als auch für die Protagonisten zu einer reinen Nervenprobe. Denn Michel Bussi hält sich nicht lange mit Einführungs-Floskeln auf, sondern wirft uns allesamt bereits auf den ersten Seiten ins kalte Wasser. Die Protagonisten in die absolute Ratlosigkeit, die mit immer mehr Grauen daherkommt und uns Leser in eine so spannungsgeladene Geschichte, dass man mit der Lektüre nicht mehr aufhören kann.Kurze Kapitel, die öfters die Perspektive wechseln und häufig mit einem Cliffhanger enden, tun ihr Übriges. Und die Ratlosigkeit? Tja, die herrscht nicht nur unter den Protagonisten. Auch der Leser wird hier völlig in die Irre geführt, wägt ab, überlegt, stellt fest, verwirft, ist sich sicher, dann wieder doch nicht....und traut bald schon keinem der Charaktere mehr über den Weg.Und dabei beginnt alles so harmonisch: Das Ehepaar Liane und Martial macht mit ihrer kleinen Tochter Josapha Urlaub auf der paradiesischen Insel La Réunion. Der Urlaubstraum verwandelt sich allerdings schnell in einen Alptraum, als plötzlich Liane vermisst wird. Sie wollte nur schnell auf ihr Hotelzimmer gehen und ist ab da wie vom Erdboden verschluckt. Die hinzugezogene Polizei, die auf La Réunion bei Weitem nicht den selben Arbeitseifer an den Tag legt, wie in jeder x-beliebigen Großstadt, geht zunächst von einem Ehestreit aus.Als dann plötzlich Martial und Josapha auch verschwunden sind, gilt Martial als Hauptverdächtiger, Liane etwas angetan zu haben und man wähnt Josapha in höchster Gefahr.Eine Hetzjagd über die Insel beginnt. Eine Hetzjagd, bei der nicht nur die Protagonisten außer Atem kommen - auch der Leser kann schon bald nicht mehr mithalten. Denn obwohl man natürlich mehr "weiss", kann man sich trotzdem keinen Reim auf das Ganze machen. Immer neue Begebenheiten, neue Tatsachen, die ans Tageslicht kommen, alte Geheimnisse, die aufgedeckt werden und so einige Leichen im Keller, machen es schwer, sich für einen Täter zu entscheiden.Der Autor versäumt es aber trotz aller Spannung nicht, so ganz nebenbei ein wunderschönes Bild der Insel La Réunion zu zeichnen, die über eine wirklich atemberaubende Landschaft verfügen muss. Diese Landschaft in ihren verschiedensten Formen webt er gekonnt in die Geschichte ein und macht sie sich für einige Handlungsstränge zunutze.Durch "Beim Leben meiner Tochter" habe ich mit Michel Bussi einen neuen Autoren für mich entdeckt und obwohl ich finde, dass das Ende dieser Geschichte auch mit etwas weniger Action und Drama gut dagestanden hätte, lautet MEIN FAZIT: 4,5/5 STERNEN.
Die junge Familie Bellion macht Urlaub in La Réunion. Alles scheint perfekt, bis die Ehefrau Liane ihre Tochter Josapha und ihren Mann Martial am Pool zurücklässt und sich im Hotelzimmer etwas ausruhen möchte. Einige Hotelangestellte beobachten die junge Mutter dabei, wie sie in ihr Zimmer geht, aber niemand sieht sie wieder herauskommen. Als ihr Ehemann später nach ihr sehen möchte, ist das Zimmer leer und keine Spur von Liane zu finden. Doch die Polizei entdeckt Spuren von Blut und schnell rückt der Ehemann ins Visier, der behauptet unschuldig zu sein, gleichzeitig aber mit seiner Tochter Josapha flieht..Michel Bussis Schreibstil ist einfach außergewöhnlich. Auch in seinen anderen Büchern, die ich bereits von ihm gelesen habe, bin ich ja schon immer ins Schwärmen geraten. Er schreibt mir einer Ruhe und Leichtigkeit, erzählt seine Geschichten langsam und trotzdem wahnsinnig spannend. Obwohl ich gerne durch Geschichten fliege, genieße ich es bei seinen Büchern, durch seine Geschichten auf einer Wolke zu schweben und alles langsam an mir vorbeiziehen zu lassen, ohne mich gelangweilt zu fühlen.Die Story an sich hat mir auch hier wieder gut gefallen. Wie gewohnt gibt es einen Fall, bei dem man nicht weiß, wem man trauen kann und wem nicht. Spricht Martial die Wahrheit und hat wirklich nichts mit dem Verschwinden seiner Frau zu tun? Oder weiß er doch mehr, als er zugibt? Was hat es mit dem befreundeten Ehepaar auf sich, das mit im Urlaub ist? Und haben die Hotelangestellten der Polizei wirklich das erzählt, was sie gesehen haben? Irgendwer verheimlicht immer etwas, aber man erahnt bis zum Ende nicht, wer es ist und wer hinter was steckt. Das liebe ich so an Bussis Büchern - alle haben Geheimnisse und man weiß nie, wem man vertrauen kann.Leider muss ich sagen, dass "Beim Leben meiner Tochter" für mich trotzdem etwas schwächer war, als die anderen Bücher, die ich von ihm gelesen habe. Denn obwohl die Story toll ist und mir auch der Schreibstil wieder gefällt, so hat mich die Tatsache gestört, dass mir diesmal kein Charakter der Geschichte wirklich sympathisch war und ich mit ihm richtig mit fiebern konnte. Ich weiß nicht wieso, aber ich mochte Martial einfach nicht so gern und leider gab es auch keine andere Figur, die mir so richtig sympathisch war. Dadurch hab ich einen Charakter vermisst, der mein Interesse weckt und für den ich die Daumen drücken kann, dass es für ihn gut ausgeht.Nichtsdestotrotz ist "Beim Leben meiner Tochter" ein gelungenes Buch. Allein der ungewöhnliche und besondere Schreibstil lohnt sich, zu einem Bussi zu greifen. Wer also noch nichts von dem französischen Autor gelesen hat, sollte das unbedingt nachholen, es lohnt sich!