Woran denken Sie, wenn Sie den Namen Joseph Beuys (1921-1986) hören? Vorausgesetzt natürlich, Ihnen sagt dieser Name überhaupt etwas. Also: Joseph Beuys? Denken Sie vielleicht an sein überaus markantes Gesicht? An seinen allgegenwärtigen Hut, seine ausgeprägte Mimik? Oder fällt Ihnen ein, dass Beuys ja in den Sechzigern, Siebzigern des vorigen Jahrhunderts einer der bekanntesten und/oder berüchtigsten (politischen) Aktionskünstler war? Sein Werk, sagt Ihnen, erinnern Sie sich vielleicht an sein Werk, an bestimmte Teile davon?Vorliegendes Buch ist keine Beuys Biographie, keine umfassende Darstellung seiner Kunst, seines Wirkens, seines Lebens gar. Es versteht sich als ein Teil des Ganzen, als ein wichtiger Ausschnitt, ein zentraler Mosaikstein. Seine Plakate und Poster - in diesem wuchtigen Buch vollständig erfasst - führen dennoch kein Eigenleben, sondern sind vor allem als Ausdruck seines starken Sendungsbewusstseins zu verstehen. Mit ein Grund, warum auf einem Beuys Plakat natürlich sehr oft auch Joseph Beuys himself zu sehen ist. Oder ist es einfach Eitelkeit? Am besten, so meine ich, Sie nehmen dieses Buch zur Hand und blättern es in aller Ruhe durch.