★★★★★
k.A.
08.08.2026
ean-shopping.de
Das Buch bietet eine sehr gute Einführung in die zentralen Methoden der Kulturanthropologie und ist für Studierende sehr hilfreich. Allerdings empfinde ich, dass einige detaillierte theoretische Aspekte für fortgeschrittene Leser noch tiefer ausgearbeitet werden könnten.
★★★★★
k.A.
08.08.2026
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Das erste Exemplar war in schlechtem Zustand und musste umgetauscht werden. Die neue Ausgabe hat eine korrekte Aufmachung und die Bindung ist solide. Die Lesbarkeit der Texte ist gut für die Arbeit.
Das 2014 erschienene Fachbuch "Methoden der Kulturanthropologie" präsentiert auf 576 Seiten Einblicke in die wichtigsten Methoden, Forschungsansätze und -stile der Kulturanthropologie. Herausgegeben wurde das Buch am Seminar für Kulturwissenschaften und Europäische Ethnologie Basel und liefert praxisnahe Einblicke in Form von thematisch geordneten Beiträgen zu den Themenwelten: historische, visuelle, und (im-)materielle Kulturanthropologie, sowie dem notwendigen und umrahmenden Basiswissen. Dieses Basiswissen vermittelt ausser Grundlegendem, wie beispielsweise der Frage wie eine kulturwissenschaftliche Fragestellung entwickelt wird und wie man seine First Steps im Feld organisiert, auch weiterführende Einblicke, beispielsweise mögliche Datenorganisationstools für eine computergestützte qualitative Datenbearbeitung.In die Beiträge ist ein Textbox- und Verweissystem integriert, bei welchem zentrale Begriffe, Definitionen, Thesen sowie Kernaussagen und Literaturverweise näher erläutert werden. Ebenfalls werden dort mögliche Übungen, zum Reflektieren des Gelesenen, angegeben. Durch die Verwendung von Icons bleibt das System übersichtlich und leicht nachvollziehbar.Inhaltlich präsentiert sich das Buch als praxisnahes Grundlagenbuch welches es Studienanfängern erleichtert sich im Fach, seinen Methoden und Grundlagen, zu orientieren. Ein Nebeneffekt der durch das Erläutern von Methoden an realen, bereits erarbeiteten Projekten durch die Beitragenden erfolgt, ist das Aufzeigen, das Feldforschung einer der elementaren Bestandteile der Kulturanthropologie ist. Da dies, gerade Erstsemestern, oftmals bei Studienbeginn nicht klar ist, erscheint mir dieser Nebeneffekt als wichtig.Probleme und Schwierigkeiten, welche bei der Forschung im Feld entstehen können, lassen sich bestmöglich an praktischen und eigenen Erfahrungen näher bringen. Dies gelingt den 40 beitragenden WissenschaftlerInnen definitiv gut und weist durch die Vielzahl an Beitragenden mit unterschiedlichen Forschungsschwerpunkten ebenfalls auf, dass das Fach neben der Methodenvielfalt auch eine Vielfalt hinsichtlich potentieller Forschungsfelder bereithält. Meiner Meinung nach eignet sich das Buch nicht nur für Studienanfänger, sondern auch für höhere Fachsemester als praktisches Nachschlagewerk. Dies natürlich im Besonderen durch den praktischen Aufbau des integrierten Textbox- und Verweissystems, was ein schnelles Nachschlagen/die Suche vereinfacht.Ein ebenfalls positiver Nebeneffekt für Studienanfänger ist, dass sie mit verschiedenen wissenschaftlichen Schreibstilen konfrontiert werden. Denn obwohl der Gesamteindruck, welcher durch die inhaltliche Gliederung entsteht, einheitlich erscheint, sind es stilistisch verschiedene Schreibstile, die aufeinander treffen. So liest sich, je nach persönlicher Präferenz, nicht jeder Beitrag gleich gut/schnell oder auf dieselbe eingängige Art.Als besonders positiv empfinde ich, dass sich im Buch, über knapp 20 Seiten, der Thematik Selbstreflexion, respektive dem Umgang mit dem eigenen Blickwinkel/Standpunkt gewidmet wird.