★★★★★
k.A.
03.07.2026
ean-shopping.de
Dieses Taschenbuch ist eine tief bewegende und unglaublich inspirierende Lektüre, die die Geschichte von Ndaba Mandela auf eine Weise erzählt, die mich zutiefst berührt. Ich kann es jedem wärmstens empfehlen, der sich für menschliche Geschichte und Vergebung interessiert.
★★★★★
k.A.
03.07.2026
ean-shopping.de
Als wir das Buch erhalten haben, war der Zustand sehr gut. Der Einband sah sauber aus und die Seiten wirkten intakt. Die Verpackung war ordentlich und das Buch kam in einem guten Zustand an.
Dieses Buch war das zweite auf meiner Leseliste für 2019 (nach Arun Gandhis "Wut ist ein Geschenk"). Wie das Buch von Mahatma Gandhis Enkel geht es auch hier um die Frage, was ein wilder, unfertiger Junge von seinem Großvater lernen durfte (beide Biographien, die Arun Gandhis und die Ndaba Mandelas ähneln sich nebenbei auf wirklich verblüffende Weise!).Ndaba Mandela schildert seine Kindheit im Südafrika der Apartheit. Sein Großvater sitzt im Gefängnis, die Familie darf ihn mehrmals besuchen. Ndaba wächst in den Straßen Sovetos auf, Straßenschlachten mit der Polizei, bei denen es manchmal ums blanke Davonrennen, um zu überleben geht, gehören zum Alltag. Nach der überraschenden Freilassung Nelson Mandelas nimmt dieser den jungen Ndaba auf und formt ihn zu einem verantwortungsvollen, selbstbewussten Menschen. Ndaba schildert diese eindrucksvoll, wie die Ehe seiner Eltern am Alkohol zerbricht, schließlich beide Eltern an AIDS sterben, seine eigenen Interessen sich zunächst auf Videogames und Drogen konzentrieren, er dann durch aber das Vorbild und die Erziehung des "Alten Mannes" zu einem anderen, einem erwachsenen Menschen heranreift.Ein beeindruckendes und motivierendes Buch, das sehr viel Einblick in Nelson Mandelas Persönlichkeit, seinem Freiheitskampf für sein Volk und seiner Rolle, die er für die Menschen in seiner Umgebung, seiner Familie und eben seinem Enkel Ndaba spielt, gibt. Und ein tief gehendes Sittengemälde der unmenschlichen Zeit der Rassentrennung in Südafrika - mit etlichen Seitenblicken auf ein anderes Land, in dem Rassismus bis heute an der Tagesordnung ist - der USA, der heutigen Heimat Ndabas. Das Buch schließt mit einem Einblick in die Arbeit Ndabas, der das Vermächtnis seines Großvaters fortsetzt in seinem Einsatz für die Freiheit und Menschenrechte aller von Rassismus verfolgten Menschen, vor allem in seinem Kampf gegen die Seuche AIDS, die seine Eltern und viele seiner Bekannten tötete.Blicke ich nach der Lektüre dieses Buchs mit seiner beeindruckenden Aufarbeitung der Thematik Rassismus und menschenverachtende Politik auf derzeitige politische Strömungen in Europa (speziell auch in Deutschland) und in den USA (Stichwort D. Trump), dann wird mir klar, dass wir einen Menschen wie Nelson Mandela heute wieder dringendst nötig hätten.Für mich war dieses Buch nebenbei Anlass, mir Nelson Mandelas Biographie "Der lange Weg zur Freiheit" zu kaufen und als nächstes auf meine Leseliste zu stzen.
Danke für die tiefen Einblicke in das spätere Leben des alten Mannes Madiba Nelson Mandela! Kann ich nur empfehlen! Danke
Ndaba Mandela ist eines der 18 Enkelkinder von Nelson Mandela.Ndaba fehlt die Orientierung in seinem jungen Leben und so zieht der damals Elfjährige 1994 zu seinem Großvater, der kurz darauf zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewählt wird.Mit viel Liebe, aber auch mit Strenge erzieht Nelson Mandela seinen Enkel, läßt ihn an seiner Weisheit teilhaben und darf zusehen, wie aus Ndaba ein verantwortungsvoller Erwachsener wird, der in diesem Buch die gemeinsame Geschichte der Beiden erzählt…Wenn man in einer Institution arbeitet, die einen Schwerpunkt beim Thema ‚Afrika südlich der Sahara‘ hat, begegnen einem unweigerlich immer wieder Bücher über Nelson Mandela.Seine Autobiografie ‚Der lange Weg zur Freiheit‘ hatte ich in mehreren Sprachen schon mehrfach in der Hand, aber da ich über 800 Seiten Sachbuch nicht einfach so weglese, habe ich mich bisher nie rangetraut.Auch wenn mich Mandela sehr interessiert.Als ich dann letztes Jahr in einer Buchhandlung zufällig auf ‚Mut zur Vergebung‘ gestoßen bin, hielt ich das für einen guten Kompromiss, denn mit knapp 200 Seiten ist das Buch sehr viel kürzer.Außerdem vermutete ich, dass die Sicht des Enkels viel verdaulicher sein würde, als die des Großvaters.Mandelas Zeit im Gefängnis reißt Ndaba nur kurz an und erzählt von einem Besuch dort, kurz bevor sein Großvater entlassen wurde.Und auch sonst beschreibt er für mein Dafürhalten sehr oft den Mensch als den Politiker, falls man das in diesem Fall wirklich trennen kann.Ich konnte beim Lesen spüren, wie stark Ndaba sich seinem Großvater verbunden fühlt, auch wenn die beiden nicht immer gut miteinander auskamen und durchaus auch mal anderer Meinung waren.Extrem interessant fand ich den Einblick in das Familienleben einer schwarzen, südafrikanischen Familie, den Ndaba gibt.Verkompliziert wird das ganze durch die Tatsache, dass es sich hierbei um keine ’normale‘ Familie handelt, sondern um den Mandela-Klan, der zum afrikanischen Adel gehört, während der Apartheit über Jahrzehnte hinweg schickaniert und verfolgt wurde und der einen über Afrika hinaus bekannten Namen trägt.Den ein oder anderen geschichtlichen Eckpunkt aus Mandelas Leben gibt es natürlich, obwohl der Fokus ganz klar auf der zwischenmenschlichen Beziehung zwischen Enkel und Großvater liegt.Und auch wenn ich nicht beurteilen kann, in wie weit Ndaba Mandela eine verklärte Sicht der Dinge wiedergibt, halte ich ‚Mut zur Vergebung‘ für lesenswert, auch weil das Buch für mich eine wunderbare Liebeserklärung an Nelson Mandela darstellt.Ich wünsche dem Mandela-Klan jedenfalls alles, alles Gute und hoffe, dass sie im Sinn ihres bekanntesten Mitglieds noch viel für Afrika erreichen können!