"Im letzten Interview des sehr lesenswerten Buches betont der bekannte
Kommunikationstheoretiker Paul Watzlawick die Abhängigkeit der Wirklichkeit von Kommunikation.
Die Artikel sind in weiten Teilen auch für Schüler und Schülerinnen der Kursstufe geeignet die
sich intensiver in die Gedankenwelt des Konstruktivismus hineindenken wollen." IRP-Impulse
Spannende Gespräche mit den Vor- und Hauptdenkern des Konstruktivismus Nichts was sich sagen
lässt ist unabhängig von uns. Alles was gesagt werden kann ist gefärbt von unseren Träumen
und Sehnsüchten der Arbeitsweise des Gehirns der Natur und Kultur des Menschen. Wer erkennt
wer beobachtet - so die zentrale konstruktivistische Annahme - ist notwendig ein Befangener.
In diesem Band kommen die Begründer des Konstruktivismus und der modernen Systemtheorie zu Wort
die heute zu den Stichwortgebern der internationalen Wissenschaftszene zählen: Heinz von
Foerster Ernst von Glasersfeld Humberto R. Maturana Gerhard Roth Siegfried J. Schmidt Helm
Stierlin Francisco Varela und Paul Watzlawick offenbaren im Gespräch mit Bernhard Pörksen ein
Denken das die Fixierung scheut und das Ideal der Objektivität als einen Mythos versteht. Das
Gespräch dreht sich um die Ergebnisse der Hirnforschung die Einsichten der Kybernetik die
sprachliche Determiniertheit des Denkens und die innere Verbindung von Erkenntnistheorie und
ethischer Praxis. Stets geht es mit Witz und einem feinen Gespür für folgenreiche
Irritationen um die Zentralfigur des Beobachtens. Der Konstruktivismus lässt sich. so wird
deutlich als eine Philosophie des Möglichen begreifen. Er inspiriert zu immer neuen
Sichtweisen verpflichtet zu einer grundsätzlichen Skepsis gegenüber Gewissheiten und Dogmen
und macht eine Ethik der Wahrnehmung begründbar: Der Einzelne ist unvermeidlich für seine Sicht
der Dinge verantwortlich. Der Autor: Bernhard Pörksen Prof. Dr. ist Professor für
Medienwissenschaft an der Universität Tübingen. Er analysiert die Inszenierungsstile in Politik
und Medien und beschäftigt sich - forschend lehrend beratend - mit der Macht digitaler
Öffentlichkeit und der Zukunft der Reputation.