★★★★★
k.A.
25.07.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch ist eine fantastische und tiefgehende Reise durch die spätantiken Jahrhunderte, die mich absolut begeistert hat. Die Darstellung ist reichhaltig und faszinierend, ein Muss für alle Geschichtsinteressierten.
★★★★★
k.A.
25.07.2026
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Dieses Buch ist eine wunderbare und tiefgehende Reise durch die spätantiken Jahrhunderte, die mich absolut begeistert hat. Die Darstellung ist hervorragend und macht das komplexe Thema sehr verständlich.
★★★★★
k.A.
25.07.2026
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Interessant!
-Im Palast des Großkönigs von Persien, Chosrau I. (reg.531-579), stand neben dem Thron des Herrschers auch ein 4-teiliger Thronsessel, für den Fall, dass die anderen wichtigsten Herrscher der Welt einmal zu ihm auf Besuch kommen. Diese waren zur selben Zeit der König von Indien, der Kaiser von China, der Khan der Türken und der Kaiser von Rom. Das wäre also ein angedachtes G-5 Treffen des 6. Jahrhunderts gewesen.400 Jahre später hätten die im persischen Königreich reservierten Stühle nicht mehr gereicht. Die Welt war komplexer geworden. Um das Jahr 1000 war die Welt in 2 christliche Herrscher, 4 Kalifen, 2 chinesische Kaiser aufgeteilt, während neben diesen Großmächten in Afro-Eurasien weitere Reiche entstanden und untergingen.Aus europäischer Sicht scheint die Welt um 800 n. Chr. von Kaiser Karl dem Großen geprägt zu sein. Um diese Zeit wurde allerdings auch Bagdad aufgebaut, wo 5 Jahre lang 100.000 Arbeitskräfte in dieser mächtigen Stadt arbeiteten und die Macht der Abbasiden festigten. Gleichzeitig hatte der byzantinische Kaiser Konstantin innerhalb weniger Monate die zerstörten Aquädukte und Leitungen in einer Länge von 120 Kilometern außerhalb Konstantinopels wiederherstellen lassen. In China arbeitete man schon an der Globalisierung des Handels und errichtete ein 2000 km langes Kanalnetz für den Abtransport chinesischer Erzeugnisse über einen ebenfalls neu errichten Hafen. Auch der König der Franken und Langobarden ließ, bevor er Kaiser Karl der Große wurde, einen Kanal bauen, in Mittelfranken, um Donau und Rhein miteinander zu verbinden. 12 km lang sollte er werden. Er wurde nie fertig und versank im Schlamm. Häme über diese Vergleiche ist heute nicht angebracht. Europa hat später aufgeholt, die großen Zeiten anderer Völker sollten wir aber schon besser kennen und schätzen als das heute im Allgemeinen geschieht.Genau dafür ist dieses Buch auch nützlich. Es beschreibt die Zeit, als Westeuropa in der Welt als Peripherie galt, es beschreibt die Entstehung der imperialen Formationen in anderen Gebieten der Erde und den Niedergang der Reiche. Es beschreibt die Verbreitung der neuen Religionen über Staats- und Volksgrenzen hinweg, die Handelswege und den Warenaustausch mit den im Osten produzierten neuen Stoffen und Materialien, Gewürzen und den Luxusartikeln und den Nahrungsmitteln. Ebenso wie die oft wechselnden Klimakatastrophen die dasLeben der Menschen für Jahre schwer machten.Ein Nachteil besteht darin, dass das Buch kein Register oder Stichwortverzeichnis hat. Es kommen hunderte von Namen im Text vor, die dann im Einzelnen nicht so leicht herauszufinden sind, wenn man das Buch als Nachschlagwerk verwenden will.Das Verzeichnis der Quellen und der verwendeten Literatur erstreckt sich dagegen im Anhang über 25 Seiten.Das Buch ist ästhetisch schön gemacht, es ist anregend, und im besten Sinn horizonterweiternd.-
Es handelt sich bei dem Werk des renommierten österreichischen Byzantinisten J. Preiser-Kapeller um ein fundiertes, aber gleichzeitig gut lesbares Buch, dass - wie der Titel bereits vermuten lässt - Verbindungen, Kommunikationsnetzwerke und ihre Auswirkungen zwischen den unterschiedlichen Gesellschaften und Imperien von Westeuropa bis Süd- und Ostasien und auch Teilen Afrikas beleuchtet. Diese werden in der populärwissenschaftlichen Literatur, wenn überhaupt, erst in jüngster Zeit intensiver dargestellt. Dabei spielen diese Netzwerke ganz verschiedener Art und ihr Zusammenwirken (Eliten, Kaufleute, Priester/Mönche, Tiere/Pflanzen, Mikroorganismen/Viren etc.) eine entscheidende Rolle für das Verständnis der spätantiken und frühmittelalterlichen Welt, letztlich aber auch für die Entstehung der modernen Welt. Es handelt sich um ein unbedingt lesenswertes Buch, das viele neue und überraschende Erkentnisse und spannende Details vermitteln kann.