★★★★★
k.A.
19.07.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch bietet eine hervorragende und tiefgründige Analyse der Digitalisierung als zentralen Trend unserer Zeit und ist äußerst inspirierend. Die Darstellung ist sehr gelungen und regt zum Nachdenken an.
Gelegentlich erhalte ich Rezensionsexemplare von verschiedenen Verlagen, meist zu politischen oder historischen Themen. Diesmal flatterte mir ein druckfrisches Exemplar von „Tools and Wea-pons“ des Microsoft-Präsidenten Brad Smith (Vorwort von Bill Gates) ins Haus, Hoppla, dachte ich zunächst, was soll ich denn damit? Davon verstehe ich doch gar nichts. Erst nach dem ersten Mor-genkaffee wurde mir klar, dass dieses Buch gerade für Leute wie mich geschrieben wurde, für Leseratten, die sich für Belletristik und Geschichte interessieren, aber von Informatik keine Ahnung haben. Das ist auch nach der Lektüre dieses Buches im Grunde nicht anders. Ich weiß aber jetzt, worum es geht. Es geht um die Rolle der Künstlichen Intelligenz (KI) in einer zukünftigen digitalen Gesellschaft. Übrigens habe ich in diesem Buch, die erste für ich verständliche Definition der KI gelesen. Sie stammt von Dave Heiner, dem langjährigen Leiter der Microsoft-Grundlagenforschung und lautet: „KI ist ein Computersystem, das aus Erfahrung lernen kann, indem es Muster aus den eingespeisten Daten erkennt und daraus Entscheidungen ableitet“ (S. 214) Woraus sich selbstverständlich sofort die Frage ergibt, wie die Computer mit Daten gefüttert werden, weil die Muster, die erkannt werden, auf den Daten beruhen, die Menschen mit bestimmten Wertvorstellungen eingeben. Auf der Grundlage dieser Arbeitsdefinition, die natürlich noch ausdifferenziert wird, umreisen die 17 Kapitel des vorliegenden Buches die Grundfragen einer zukünftigen digitalen Gesellschaft: Cybersicherheit, demokratische Kompatibilität von KI und Massenpartizipation, KI und individuelle Mündigkeit, die Unwägbarkeiten der sozialen Meiden („die Freiheit, die uns auseinanderbringt“) soziale Kontrolle und die Umwälzungen bei Produktion und Beschäftigungsverhältnissen. Im abschließenden Kapitel „Vom Umgang mit einer Technologie, die größer ist als wir selbst“ fordert Smith eine neuartige Form der Zusammenarbeit zwischen staatlichen Institutionen und Technologiekonzernen, um möglichen Fehlentwicklungen vorzubeugen. Hier störte mich ein wenig die aristokratische Abgehobenheit, mit der staatlichen Institutionen und Technologiekonzernen die reine Lauterkeit unterstellt wird (Heiko Maas` Netzwerkdurchsetzungsgesetz und die politisch einseitig ausgerichteten Facebook-Löschbrigaden lassen grüßen). Aber auch dann ist es von Seiten der betroffenen Bürger gut, zu wissen, wovon die Rede ist. Dazu trägt dieses Buch zweifellos bei. Auch wenn man es wahrscheinlich mehrfach lesen muss, um es ganz zu verstehen.
Die Digitalisierung ist ein voranschreitender Prozess, der sich vermutlich nicht mehr aufhalten lässt.Aber was passiert, wenn sie ihre Ethik verliert?Nach dem einleitenden Vorwort von Bill Gates beleuchtet Brad Smith zusammen mit Carol Ann Browne in insgesamt 17 Kapiteln die verschiedenen Aspekte der Digitalisierung, worin die entsprechenden Stärken, aber auch die potentiellen Gefahren für uns alle liegen.Zu jedem Kapitel finden sich zahlreiche Anmerkungen, die im Anmerkungsverzeichnis präzisiert werden.Die Übersetzung finde ich gelungen, da der Lesefluss nicht durch wirre Satzbauten gestoppt wird und man im Wesentlichen alles beim ersten Lesen gut verstehen und nachvollziehen kann.Das Buch empfehle ich jedem, der sich mit der Digitalisierung beschäftigt. Ob es nun die Verwendung des Cloudspeichers, die sozialen Medien, die eigenen Daten im Internet oder die fortschreitende Entwicklung der KI ist.Zusammenfassend lässt sich festhalten:+ Hardcover+ Vorwort von Bill Gates+ umfangreiches Stichwortverzeichnis+ Anmerkungsverzeichnis zu jedem Kapitel+ regt zum Reflektieren an+ auch für Laien gut verständlich+ gelungene Übersetzung+ empfehlenswert für jeden, der sich für Digitalisierung und KI interessiert
Wer sich für Digitalisierung interessiert, sollte das Buch des Präsidenten und von der Senior Direktorin für Kommunikation von Microsoft unbedingt lesen. Die Autoren zeigen auf, welche Ergebnisse durch den Einsatz von Informationstechnologien sich auch in der Zukunft ergeben werden. Daneben schildern sie in aller Deutlichkeit, wie die Zusammenarbeit mit Behörden beim Thema Datenschutz nicht ohne Schwierigkeiten ablaufen. Eine dieser Storys hat z. B. die Abläufe zu Edward Snowden zum Inhalt. Ebenfalls finden sich Ausführungen zum GAIA-X Projekt, zum Aufbau einer leistungs- und wettbewerbsfähigen, sicheren und vertrauenswürdigen Dateninfrastruktur für Europa. Das Buch behandelt damit auch aktuelle, in die Zukunft weisende Projekte. Ein Buch, das auch in seiner deutschen Übersetzung gut lesbar ist.