★★★★★
k.A.
08.06.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch ist ein faszinierendes und sehr informatives Werk, das viel über das Thema beleuchtet. Die detaillierte Darstellung ist äußerst aufschlussreich und begeistert mich sehr.
★★★★★
k.A.
08.06.2026
ean-shopping.de
Das Buch bietet eine detaillierte Darstellung des Themas, allerdings ist der Inhalt sehr kontrovers und sollte mit Vorsicht behandelt werden.
Ich habe mir, dem Rat des Fallbeispiels Mara folgend, den Film "Spun" angesehen, der angeblich das Feeling am besten wiedergeben soll, das Crystal-Abhängige haben. Da ich die Substanz glücklicherweise nie selbst kennengelernt habe, bleibe ich dennoch ratlos zurück. Dies deshalb, weil mir die ganze Szenerie eigentlich eher als eine übersteigerte Realität des tatsächlichen Wahnsinns vorkam, der uns alle alltäglich umgibt. Crystal scheint deshalb immer mehr an Beliebtheit zu gewinnen, weil die Droge aus den Opfern eigentlich nur übersteigerte Zombies formt, die sich nur in der Übersteigerung von den realen Zombies unterscheiden und eigentlich in das Gesamtbild unserer wahnsinnigen Welt gut passen. Dies freiwillig, dies irrational, dies sinnlos und dies absolut vernichtend. Das Thema berührt mich persönlich. Ich wollte durch die Lektüre des Buches mehr über die Hintergründe, aber noch mehr über die persönlichen Auswirkungen erfahren. Dies deshalb, weil ich meine Frau durch diese Teufelsdroge verloren habe. Es kann sein, dass sie lebt, es kann sein, dass nicht. Ich weiß es nicht. Tatsächlich hat mich der Bericht von Mara am meisten beeindruckt, denn tatsächlich habe ich dort viele Dinge wiedergefunden, die ich an meiner abdriftenden Frau beobachten konnte, bevor sie mich grundlos verließ. Zumindest für mich grundlos. Die Geschichte von Mara spielt vor dem Hintergrund ihrer Jugend. Meine Frau war aber nicht jung. Sie wurde mit 40 Jahren abhängig und das auch fast beim ersten Mal und dies obwohl ich sie 12 Jahre kannte und sie niemals auf die Idee gekommen wäre, chemische Drogen zu nehmen. Als sie aber einmal mit Crystal Kontakt hatte, muss sich ähnliches wie bei Mara in ihrem Kopf abgespielt haben. Sie stumpfte emotional ab, sie wurde überbordend geil, sie wurde maßlos rücksichtslos gegen sich und andere. Ihr gesamtes Gefühlsbild, samt aller moralischen Kriterien, kippte in eine Bedeutungslosigkeit und die Trennung war nur die logische Folge. Ich habe alles versucht, um sie von der Droge wegzubringen. Es gab keinen Weg, und auch die Liebe schien nicht stark genug gegen Crystal zu sein. Wenn man also bedenkt, dass selbst eine vierzigjährige Mutter von dieser Droge in quasi Stunden in eine völlig andere Lebenswelt gerissen werden kann, dann kann man ermessen, wie gefährlich das Zeug ist und wie vernichtend es wirkt. Man muss aber sagen, dass bestimmte Charaktereigenschaften und Einstellungen die Affinität zu der Droge wohl erhöhen. Da sind die in dem Buch auch genannten Dinge wie ein Schlankheitsideal, eine fehlende Kritikfähigkeit zu sich selbst, ein angeschlagenes Selbstbewusstsein und die Neigung zu dem Willen des Funktionierens und die Hinwendung zu Großmanns(frau)fantasien. Aber solche Eigenschaften haben viele Menschen und die Gesellschaft nötigt sie uns auch teilweise auf. Das Buch hat in Zusammenhang mit dem Film mein Bild geschärft und es ist ein umfassendes und gutes Buch. Mara sagt einmal an einer Stelle in dem Buch, dass es gerade die schlechten Charaktereigenschaften sind, die durch Crystal verstärkt werden. Das ist wohl wahr. Auch ich habe das erlebt. Neigt an Mensch zu einem gewissen Maß an Egoismus, dann wird Crystal das verstärken. Neigt ein Mensch zu Selbstüberhöhung, dann wird das verstärkt werden und neigt ein Mensch zu Gewalt und Rücksichtslosigkeit, dann wird Crystal aus diesem Menschen ein Monster machen. Mara beschreibt auch sehr gut, mit welchen "Freunden" sie in der Zeit abgehangen hat und so kann ich mir nun denken, wo meine Frau jetzt wohl ist. Das alles macht es für mich nicht leichter. Dennoch danke für dieses Buch, dass kaum Hoffnung realistisch vermitteln kann und das dennoch den schweren Weg einer Therapie damit umschreibt, dass man manchmal sogar den Menschen restaurieren kann, der einmal existiert hat, und dass es manchmal sogar Menschen schaffen. Ob es meine Frau schafft, werde ich vielleicht nie mehr wissen. Das Schlimmste ist, dass man nur helfen kann, wenn es der Süchtige will. Und das geschieht wohl erst ganz am Ende.
Kaum zu glauben: Das Buch liest sich wie ein Krimi. Dabei ist es so voller Informationen, dass es auch für Insider neues gibt (ich bin einer). Es vermitttelt den Ernst der Lage ganz ohne Bitterkeit oder moralinsauer erhobenen Zeigefinger, und zeigt immer wieder konkret den Weg hinaus.Freilich ist es nur ein Buch, kein Stück Therapie, aber ein neuer und guter Baustein für Verständnis und Motivation auf dem Weg dorthin.Es wird sich mit Recht einen Platz erobern nicht nur bei den Usern- falls die noch lesen- sondern auch bei den Angehörigen, Therapeuten, ermittlern, Beratern, und allen, die mit dem Leid und der Zerstörung durch Meth in Berührung gekommen sind. Und zwar auf dem Schreibtisch, nicht im Regal.Das Buch ist ein Lichtblick für alle, die sich mit Meth herumschlagen, zwischen den klaren und sachlichen Zeilen findet sich Hoffnung. Vielen Dank an die Autoren.