★★★★★
k.A.
03.08.2026
ean-shopping.de
Das Produkt ist eine interessante Kombination aus zwei bekannten Namen, was die Geschichte hinter der Marke spannend macht, allerdings ist die tatsächliche Qualität der Bilder oder der Einbausätze nicht übermäßig herausragend.
★★★★★
k.A.
03.08.2026
ean-shopping.de
Super!
Ich habe ihre Fotografien gesehen und da war ich natürlich neugierig auf die Frau. Besonders in Hinsicht auf den Kunsthandel der 20er und 30er Jahre informativ.
★★★★★
Fuchs Werner T. Dr
26.07.2023
amazon.de
Auf Marianne Feilchenfeldt Breslauer stieß ich durch die große Ausstellung "Marianne Breslauer. Unbeachtete Momente. Fotografien 1927-1936". Gezeigt wurde diese 2010 in Zürich und Berlin. Ihre Erinnerungen, die Marianne Feilchenfeldt Breslauer kurz vor ihrem Tod 2001 vollendete, hatte ich zwar bereits kurz nach dem Erscheinen 2009 gekauft, aber erst jetzt gelesen. Und angeschaut. Denn das wunderschön gemachte Buch enthält viele Aufnahmen dieser außergewöhnlichen Künstlerin."Es ist ein merkwürdiges Unterfangen, im Alter von gut 90 Jahren auf das eigene Leben und das zu Ende gegangene Jahrhundert zurückzublicken", lautet der erste Satz. Und was den Leser erwartet, sagt vielleicht schon die Bemerkung aus, dass Kaiser Wilhelm II. eine wunderschöne Uniform trug und mit seinem ruhigen Ritt eine Welt verkörperte, von der man meinte, dass sie beständig und in bester Ordnung sei. Der Leser wird von einer Frau, die zur Avantgarde gehörte, also auch Dinge hören, die in einem anderen Kontext als spießig oder banal aufgefasst werden könnten. Aber der Reiz dieser Lebenserinnerungen besteht gerade darin, dass sich die Autorin nicht an ein bestimmtes Schema hält, keine Alterswehmut verbreitet und sich nicht als Zeitzeugin fühlt. Mit den großen Ereignissen sei ihr Leben nur an wenigen Punkten in Berührung gekommen, meint die Autorin. Das ist insofern missverständlich formuliert, weil Marianne Feilchenfeldt Breslauer mit vielen Persönlichkeiten engen Kontakt und Freundschaften pflegte, die von diesen großen Ereignissen direkt betroffen waren.Es sind vor allem die Beschreibungen privater Momente mit bekannten Künstlern, die mich beim Lesen in den Bann zogen. Sie unterscheiden sich so stark von den Formulierungen des heutigen Journalismus, dass man fast meinen könnte, die moderne Berichterstattung sei ohne Seele. Bestätigt fühlte ich mich bei der Lektüre auch in meiner Ansicht, Helden und Vorbilder seien fundamental, um es auf einem kreativen Gebiet zur Meisterschaft zu bringen.Leidenschaft, Hartnäckigkeit und Können erhöhen zwar die Wahrscheinlichkeit, im Beruf Erfolg zu haben. Aber Lebenserinnerungen wie die von Marianne Feilchenfeldt Breslauer zeigen, dass wir unser Schicksal nur bedingt beeinflussen können. Nachdem ihr Mann am 9. Dezember 1953 völlig überraschend an einem Hirnschlag starb, schien für Marianne Feilchenfeldt Breslauer alles zu Ende. Was sie hielt, waren ihre Kinder und Freunde. Wie wichtig ihr die Söhne waren, betont die Autorin auch mit dem Hinweis, dass sie mit Walter bis zu ihrem 90. Lebensjahr in bestem Einvernehmen zusammengearbeitet habe. Gemeint ist natürlich der Kunsthandel, zu dem sie ganz zum Schluss ihres Buches noch sagt: "Gute Verbindungen sind alles. Die beste Verbindung ist die mit dem Glück. Auch wenn das Alter jenseits der 90 Jahre seine prosaischen Seiten hat, so darf ich zum Glück doch dankbar sagen: Es war mir gewogen."Mein Fazit: "Es ist der Bericht einer glücklich Verschonten, das faszinierende Zeitdokument einer Frau, die im Zentrum des künstlerisch-intellektuellen Lebens ihrer Epoche stand", schreibt der Klappentexter. Und dem ist eigentlich nur hinzuzufügen, dass dieser Bericht ebenso außergewöhnlich ist wie die Frau, die ihn verfasste. Ein schönes und in mehrerer Hinsicht gewichtiges Buch.
Marianne Feilchenfeldt Breslauer : Bilder meines Lebens - ErinnerungenMarianne Feilchenfeldt Breslauer erzählt aus ihrem langen, reichen Leben: Wir erfahren Zeitgeschichte, Familiengeschichte und die persönliche Geschichte einer außergewöhnlichen, bemerkenswerten Frau.Marianne Breslauer erlebt als Kind noch die Kaiserzeit, findet dann in den 20er Jahren zum Beruf der Fotografin, lernt ihren späteren Ehegatten Walter Feilchenfeldt kennen, arbeitet als Reporterin und macht Bilder, die in namhaften Zeitungen gedruckt, in Ausstellungen auch im Ausland präsentiert und noch heute in Museen gezeigt werden.Einige dieser Fotos sind in diesem Buch wiedergegeben.Wann hat man Fotos von solcher Qualität gesehen ?Bei ihrer Arbeit begegnet Marianne Feilchenfeldt Breslauer einer Reihe von Persönlichkeiten wie Man Ray, Paul Cassierer, Erich Maria Remarque, Max Beckmann, Marlene Dietrich, Ernst Bloch, Oskar Kokoschka. Sie findet in ihnen gute Freunde und wird von ihnen nach dem Tod ihres Mannes ermutigt und bestärkt, als Kunsthändlerin zu arbeiten.Marianne Feilchenfeldt Breslauer erlebt auf vielen Reisen durch Europa Internationalität, wie sie heute üblich sein kann, damals aber eher selten war, und zeigt, wie es möglich ist, über die Kunst Menschen zu treffen, die ihr dann zu treuen Freunden werden.Wer zu diesem Buch greift, ist überrascht über sein Format, sein Gewicht und seinen Einband. Das Buch liegt gut und angenehm in der Hand. Es ist sehr solide gebunden und gibt auch dadurch die Gewähr, dass die Lektüre bis zur letzten der 213 Seiten ein Vergnügen bleibt.Beim Blättern bemerkt man schnell die wohltuend glatte Oberfläche des Papiers und seine Festigkeit, wie sie im allgemeinen nur in Bildbänden üblich ist. Der Druck ist gefällig und die Zeilen sind nicht zu lang: Auch aus diesem Grunde wird das Lesen dieses Buches zur Freude.Bernhard Echte von Verlag Nimbus hat die Zusammenstellung und die redaktionelle Arbeit besorgt. Mit diesem Buch ist es gelungen, durch ein Jahrhundert und durch ein Leben zu führen.Ich meine: Dieses Buch ist ein Kunstwerk !