★★★★★
k.A.
10.08.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch ist eine unglaublich bewegende Lektüre, die mir sehr viel über die Kraft der menschlichen Verbindung vermittelt. Die Geschichte von Valerie Gutmann ist tief berührend und inspirierend.
★★★★★
k.A.
10.08.2026
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Tief berührend
Der scheinbare Widerspruch dieser Überschrift läßt sich aufklären. Ich habe kürzlich die Autorin angerufen. Und dabei gestaunt über ihre vitale und lebensfrohe Ausstrahlung - trotz ihrers hohen Alters ! Auf meine Frage, ob sie die Hintergründe ihrer Gabe hinterfragt oder gar erforscht hätte. sagte sie , sie habe das Thema Medialität und vor allem mediales Schreiben anhand der Literatur zu verstehen versucht. Aber das sei allenfalls nur halb gelungen. Die eigentlichen Ursachen und Wirkungen seien ihr selbst rätselhaft. Sie beanspruche auch keinesfalls, daß sie diese Rätsel "logisch und nachvollziehbar" erklären könne. Ihre Erlebnisse (wo auch das Wort Leben drin steckt) gehen natürlich weit über das hinaus, was die offizielle Wissenschaft als offizielle Dogmen gelten läßt, geschweige bereit ist, solche Phänomene zu erforschen.Das ist auch für alle Betroffenen - Opfer und Angehörigen - die unter Demenz leiden , ein tragisches Versäumnis.Wenn man das Buch von Frau Gutmann liest, gewinnt man bald den Eindruck, daß hier in "unspektakulärer Weise" eine Riesensensation beschrieben wird - die aber unter den Bannfluch der Meinungsmacher fällt. Frau Gutmann hat ein ganz persönliches Buch über eine Tragödie geschrieben, die aber eine unverhoffte hoffnungsvolle Seite beinhaltet. Weltanschauliche oder medizinische Folgerungen zu ziehen, überläßt sie dem aufmerksamen Leser.Die Ehrlichkeit und Offenheit der Autorin , die auch teils intime und weniger "nobles" Geschehen nicht verheimlicht, spricht für die Glaubwürdigkeit des Geschilderten.Man kann sich der Faszination der erstaunlichen Umstände der Zwiesprache - die laut Schulmedizin völlig unmöglich ist , kaum entziehen.Und man wird wohl in der Regel auch zum Thema Demenz , das einem ja immer wieder begegnet, eine veränderte Einstellung gewinnen.Vielleicht werden diese Erkenntnisse ja irgendwann den Weg in die Praxis einer sachgerechteren und mitfühlenden "Menschenbetreuung" finden. Obwohl es derzeit nicht danach aussieht.
Die Lektüre der "Überwindung der Sprachlosigkeit" sorgte bei mir für eine Erweiterung und Vertiefung meines Bildes vom Menschen im Universum, was ich auch in meiner psychotherapeutischen Arbeit anwenden konnte. Der Leser profitiert nämlich von einem solchen Buch, was wiederum dem inneren Selbsbewusstsein des Therapeuten Form und Kraft verleiht. Diese Energie heilt, d.h. teilt sich mit.Ich habe dieses Buch mehrere Male verschenkt. Ich weiß deshalb, dass es von weiteren Personen gelesen, d.h. ausgeliehen wird.Auch war die Autorin im Fernsehen, um ihr Buch zu präsentieren. Sie erhielt interessante Zuschriften und konnte dadurch u.A. vielen Pflegenden helfen. - Das Echo geht jedoch tiefer: wir machen uns Gedanken über emotionale Verletzungen, und warum diese zum Verfall der Persönlichkeit führen. Warum wir vergessen. Warum wir eigentlich/letztlich die Menschenwürde so mangelhaft bedienen können. - DieAutorin präsentiert uns kein Lehrwerk zum medialen Arbeiten. Sie regt uns zum Reflektieren über Vergessenes, Malträtiertes an. Jeder Leser kann in sich nachzeichnen, wie das Menschsein auszugestalten wäre, damit nicht die Vergesslichkeit, Vergessenheit den Riegel vorschiebt.Der Sinn dieses Buches ist es, die Würde der Alzheimer-kranken Menschen in unsere allgemeinen, ethischen und wissenschaftlichen Betrachtungen einzubeziehen. Die Würde auch durch entsprechendes Handeln ins Blickfeld zu rücken, als Ansatz zum besseren Tun.Viele, die sich fragen, wie sie mit sich selbst und mit dem Dementen umgehen sollen, erfahren hier Stärkendes und Würde-volles.
In „Die Überwindung der Sprachlosigkeit“ schildert Valerie Gutmann die zunehmende Ohnmacht, der sich sie und ihr geliebter, an Morbus Alzheimer erkrankter Gatte zunächst hilflos ausgeliefert fühlen. Das Buch thematisiert in tiefgründigen Episoden die Alltagsproblematik im Umgang mit der Krankheit und gibt wertvolle individuelle und situative Hilfestellungen. Als im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf schließlich der Zeitpunkt erreicht ist, an dem die Autorin die Persönlichkeit bzw. die Seele ihres schwer erkrankten Gatten nicht mehr erreichen kann, behilft sie sich des „Medialen Schreibens“. Mittels dieser Technik gelingt es ihr, Geist und Seele ihres geliebten Lebenspartners endlich wieder zu erreichen, sich mit ihm gedanklich auszutauschen. Ob man als Leser an die Möglichkeit des „Medialen Schreibens“ glaubt oder nicht, das ist in einer solchen Ausnahmesituation des Lebens vermutlich nicht wesentlich: Wesentlich ist die Tatsache, dass die Autorin für sich und für ihren an Morbus Alzheimer erkrankten Gatten ihren individuellen und sehr liebevollen Weg gefunden hat, die Sprachlosigkeit zu überwinden. Die philosophieträchtigen aber zuweilen auch sehr erheiternden Gespräche zwischen Valerie Gutmann und ihrem Gatten bieten hierbei einen wertvollen und reichhaltigen Erfahrungsschatz im positiven Umgang mit Morbus Alzheimer ̶ eine echte Lebenshilfe für Angehörige und Patienten!