Der Philosoph Ernst Cassirer (1874 - 1945) wird einerseits dem naturwissenschaftlich
orientierten Neukantianismus der Marburger Schule zugeordnet. Über die Kategorie der
symbolischen Formen und Themen der Sprachphilosophie nahm Cassirer aber auch genuine
Denkströmungen des 20. Jahrhunderts auf und formulierte eine eigenständige Kulturphilosophie.
(Wikipedia) Der Autor legt in der hier vorliegenden Schrift dar dass Begriffe der Mathematik
und der Naturwissenschaften Relationenbegriffe und keine Dingbegriffe sind. Mit Begriffen wird
demnach eine Dinglichkeit erst erzeugt. Die Begriffe der strengen Wissenschaften sind laut
Cassirer Glieder einer Reihe in der sie das Mannigfaltige der Anschauung in bestimmter Weise
verknüpfen und gemäß einem vorgeschriebenen Gesetz in einem unendlichen Prozess des
Fortschritts der Wissenschaften durchlaufen. Der Erkenntnisgegenstand ist für Cassirer ein
Gewebe von Relationen. (Wikipedia) Nachdruck der Originalausgabe aus dem Jahr 1910.