Funktionsprinzip eines Refraktometers
Im alltäglichen Leben treten immer wieder Situationen auf, in denen genauere Informationen über die Zusammensetzung einer bestimmten Flüssigkeit von Wichtigkeit sind. Um eine Aussage über die Qualität seines Honigs machen zu können, möchte der Imker zum Beispiel wissen, wie hoch der Zuckergehalt darin ist. Beim alljährlichen Wintercheck des Kraftfahrzeugs wiederum prüft die Werkstatt die Konzentration des Frostschutzmittels im Kühl- und Spritzwasser, damit diese nicht gefrieren und der Wagen nicht beschädigt wird. Eine einfache Möglichkeit, die Konzentration eines bestimmten Stoffes in wässriger Lösung zu bestimmen, ist ein Refraktometer. Günstige Handgeräte nutzen das Tageslicht, benötigen keinen Strom und passen in jede Jackentasche. Aber wie funktionieren sie, welche Bautypen werden angeboten und in welchen Bereichen können sie eingesetzt werden
Drei Messprinzipien kommen zur Anwendung
Ein Refraktometer ist ein Messgerät, welches auf Grundlage der Refraktometrie den Brechungsindex von transparenten, flüssigen- und festen Stoffen ermittelt. Dabei nutzt es das Verhalten des Lichts beim ?bergang von einem Prisma mit bekannten Eigenschaften zu einem Stoff mit unbekannten Eigenschaften.
Unterschiedliche Bautypen werden angeboten
Die Geschwindigkeit von Licht ist in unterschiedlichen Materialien verschieden gro?. Beim ?bergang des Lichts von einem Material zum anderen kommt es zur Beugung desselben. Setzt man das Verhalten des Lichts in den zwei unterschiedlichen Stoffen miteinander in Verhältnis, so erhält man den sogenannten Brechungsindex. Dieser ist eine stoffspezifische Konstante, die nur von der Wellenlänge des Lichts und der Temperatur abhängig ist.
Welche Hersteller sind besonders beliebt
Handelt es sich um reine Stoffe, so hat jeder seinen eigenen spezifischen Brechungsindex, mit dem man ihn identifizieren kann. Problematisch wird es aber bei wässrigen Lösungen von Stoffen. Hier kann es vorkommen, dass eine bestimmte Lösung den gleichen Index hat, wie ein bekannter reiner Stoff. Daher muss zur Ermittlung der Konzentration einer bestimmten Lösung zuerst eine empirische Eichkurve bestimmt werden. In der Praxis hat dies zur Folge, dass ein Refraktometer nur für die Stoffe verwendet werden kann, für die es geeicht ist. Daher gibt es für jeden Anwendungsbereich ein spezielles Gerät