★★★★★
k.A.
28.06.2026
ean-shopping.de
Diese Sammlung der Klaviersonaten ist absolut fantastisch und bietet eine wunderbare musikalische Reise. Die Qualität der Aufnahme ist hervorragend und man kann die Musik in vollen Zügen genießen.
★★★★★
k.A.
28.06.2026
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Perfekt!
Andras Schiff vergleicht die Beethoven-Sonaten mit diesem Höchstgebirge und zieht andere Vergleiche heran, die deutlich machen, hier liegen Werke vor, die zum Unentbehrlichen ,Ewigen des klassischen Repertoires gehören.Diese Werke sind von unzähligen Pianisten eingespielt worden. Sie werden ja als das " neue Testament" bezeichnet.Kann man sich aus dieser Überfülle hervorheben ?Schiff wird allseits höchste Könnerschaft bestätigt. Christoph Vratz meint:"Schiff spielt Beethovens späte Sonaten mit einer ebenso heiklen wie gelungenen Mischung aus Lyrischem und Expressivem." und."Die Fülle an Details, mit denen sein Beethoven-Zyklus aufwarten kann, ist frappierend".In der Tat ist die Herausforderung weniger eine manuelle. Pianisten können solche Werke spielen, aber die geistige Durchdringung ist erforderlich. Insbesondere bei Anfängern merkt man , manuell können sie das Stück spielen, aber durchdrungen haben sie es nicht.Dann kommen Könner, die von ihrer eigenen Lesart überzeugt sind, und auf diese Weise ein Stück Arbeit am Werk verweigern. Das Extrembeispiel ist Glenn Gould, der die letzten Sonaten Mitte der fünfziger Jahre einspielte und Protest hervorrief. Er spielt Gould, mit dem Notentext von Beethoven. Ich räume ein, dass mich diese Interpretation immer wieder fasciniert, auch wenn sie bestimmt nicht Werk-getreu ist.Schiff widmet sich der Interpretation des Werkes, mit der Reife eines Pianisten, der seit Jahrzehnten erfolgreich die Podien der Welt bespielt.Sein Beethoven ist gar nicht martialisch. Er donnert nicht über die Stücke hinweg, sondern, wie Vratz ausführte, kommen sehr viele Details zum Vorschein. Er ist ein höchst kultivierter Pianist- nie ein hässliches Forte. Den langsamen Sätzen und der Arietta aus op. 111 kommt dies natürlich überaus zugute.Kann man sich aus der Überfülle herausheben ? Diese Frage kann ich nicht wirklich beantworten. Es gibt so viel, auch sehr berührende Interpretationen, das ich Schiff nicht als singulär bezeichnen könnte. Etwa ein Michelangeli oder der späte Serkin setzen ebenfalls deutliche Marksteine.Aber es ist eine überaus hörenswerte Interpretation.
Das letzte Foto im Booklet zu dieser CD zeigt Andras Schiff in der Carnegie Hall, die Bildunterschrift spricht von der "Einsamkeit des Langstreckenläufers" und suggeriert vielleicht auch, dass hier einer, neben seinem Flügel stehend, am Ziel angekommen sei. Dem würde Schiff selbst vermutlich vehement widersprechen, da er (zum Glück für uns) allenfalls in Zwischenzielen denkt; aber dass hier einer nach einer sehr langen Strecke (wo auch immer) "angekommen" ist, ist unbestreitbar. "Mitgebracht" hat er uns die wohl schönste Einspielung der Beethovenschen Klaviersonaten, die für sich schon einen ganz eigenen Kosmos bilden und in der Interpretation von Schiff ein fast schon überirdisch anmutendes Leuchten bekommen. Schiffs Spiel nimmt uns mit auf eine Reise in die unglaublich vielfältige, facettenreiche, sensibelst nuancierte Welt dieser Sonaten, und wer ihm folgen möchte, der sollte sich festes Schuhwerk anziehen: Denn es ist eine lange Strecke, die hier zurückzulegen und an deren Ende man vielleicht nicht an einem "Ziel" angekommen ist, aber mit einem Glücksgefühl beschenkt wurde, das man mit einem einzigen - zugleich Schiffs Spiel vielleicht am besten charakterisierenden - Wort beschreiben kann: beseelt.
5 Sterne auch von mir, einem Kritiker in Sachen Aufnahme- und Tontechnik. Das Jazz- und Sparten-Label ECM aus München hat uns mit dem Zyklus der Klaviersonaten eine hochklassige Aufnahme beschert.András Schiff spielt den Zyklus der Sonaten auf unterschiedlichen Instrumenten, er möchte uns jeweils nicht verraten, ob er einen STEINWAY oder einen BÖSENDORFER benutzt hat. Zu groß seien seiner Meinung nach die Vorbehalte, der Klang soll allein für sich sprechen. Dieser Klang kommt dank der hervorragenden Tontechnik und einer weitläufig-sanften Akustik (Reitstadl Neumarkt) auch wirklich beim Zuhörer an, und ich wage zu vermuten, dass es sich bei den letzten drei Sonaten (Vol.8) um einen STEINWAY handelt. Das Instrument ist allerdings sehr gediegen und für die Aufnahme hervorragend präpariert worden. Die Stimmung wirkt vollkommen frisch und unverbraucht. Keine Kleinigkeit, wenn man bedenkt, dass der Klavierbaumeister aus Pescara stammt und regelmäßig die Instrumente von Schiff pflegt, egal wo er auftritt. Es ist schon von der physikalischen Seite her ein echtes Vergnügen, dieser Musik zuzuhören.