★★★★★
k.A.
19.07.2026
ean-shopping.de
Dieses Schnupftabak ist eine wahre Delikatesse und bietet ein unvergleichlich angenehmes Geschmackserlebnis für jeden Genießer. Ich bin absolut begeistert von der Qualität und der Art, wie dieser Tabak die Sinne anspricht.
Das Buch war schnell da, macht einen ordentlichen Eindruck und weist eine interessante Einteilung auf: rund ein Viertel besteht aus Quellennachweisen, Anhang, und Fußnotenkommentaren.Eines vorweg: ich bin kein Freund des Schnupfens, und habe mir das Buch hauptsächlich gekauft, weil ich das kürzlich erworbene Pfeifenbuch des Verfassers stilistisch sehr gut fand.Nun, das gilt auch hier - der Stil ist ein wenig selbstironisch, locker und gut lesbar, ohne die bei Philosophen üblichen Schachtelsätze und Fremdwortkumulationen. Der Informationsgehalt ist hoch - nicht nur die (süd-)deutsche Tabaktradition wird umfassend beleuchtet historisch wie fachlich - der Bogen spannt sich von Nord- und Südamerika über Europa und Kleinasien bis Fernost. Beileibe nicht nur hinsichtlich der "Software" wie dem snuff (engl.), snuff (amerik.), Schnupftabak, "Schmei", als auch der Hardware wie Tabatieren, Tabaksdosen usw. Schade, dass Lokolkolorit wie bayerische Schnupfmaschinen etc. ein wenig kurz kommen. Sehr kurz. Zu kurz.Was mir fehlt, sind schlicht die verschiedenen Arten, sich die Nase zuzubetonieren, also die Schnupftechniken. Und was sich beim Pfeifenbuch schon angedeutet hat, schlägt hier noch massiver durch: Von den verschiedenen Tabatieren, Schmalzerdosen, Kostbarkeiten aus Glas, viktorianisch schlichten Behältnissen zu lesen oder von antiken, heute noch verwendeten Tabakmühlen - hier wären Bilder eine echte Bereicherung gewesen bzw. hier sind sie schlicht unverzichtbar.Und wenn schon so viel Wert auf Text gelegt wird: Gerade dann stören die wie schon im PFeifenbuch reichlich vorhandenen Fehler umso mehr. Da wird aus der niederbayerischen Schnupftabakstadt Geisenhausen mal schnell ein "Geisenheim", ein fiktiver Willy hat eine Hosentausche statt Hosentasche, und falsche oder fehlende Wortendungen -en, -er, usw. sind auch zu entdecken, um nur ein paar markante hängengebliebene Punkte zu erwähnen.Hochgradig informativ ist das Werk, aber es wirkt irgendwie wenig liebevoll fast hingeschludert, deshalb ein Punkt Abzug. Für den Liebhaber bildarmer Texte mit viel Phantasie und Vorstellungskraft absolut empfehlenswert, für den begeisterten Schnupfer immer noch eine Empfehlung wert, ansonsten nicht soo begeisternd.