★★★★★
k.A.
31.07.2026
ean-shopping.de
Wir haben das Buch für unsere Sammlung Antike erworben. Die Aufmachung ist in Ordnung, und der Druck ist klar lesbar. Die Art, wie es gebunden ist, hält das Buch beim Transport gut zusammen. Wir können es ohne Probleme anschauen.
★★★★★
k.A.
02.10.2024
ean-shopping.de
Die Papierqualität ist akzeptabel und der Druck ist klar genug für das Lesen. Die Seiten sind nicht zu dicht, was beim Lesen bei gedimmtem Licht nicht stört.
★★★★★
k.A.
23.09.2024
ean-shopping.de
Die Lieferung war unversehrt und die Verpackung war intakt. Der Buchblock ist in einem sauberen Zustand angekommen. Die äußere Aufmachung des Buches ist ohne sichtbare Mängel.
Im prophetischen Theismus hat der Begriff des Messias (hebr.: Moschiach, griech: Christos) resp. der messianischen Ära ausschlaggebende Bedeutung. Der Begriff des Messias bedeutet Prophet von definitiver religiöser Autorität und Verwirklicher des Reiches Gottes: "Moschiach ist das hebräische Wort für Messias [...] Einer der jüdischen Glaubenssätze ... besag[t], dass eines Tages ein ... ein direkter Abkömmling König Davids [als Messias] erscheint [...] Alle Völker der Erde werden den Moschiach als Weltführer anerkennen und seine Herrschaft akzeptieren. Kriege und Hungersnöte hören auf und stattdessen herrschen Frieden und Wohlstand in der Welt. Alle Menschen werden den einen Gott anbeten, spiritueller und moralischer leben [...] Das Kommen des Moschiach vervollständigt den Sinn der Schöpfung, d.h. dass die Menschen dem Ewigen eine Wohnstätte in unserer Welt schaffen und die Spiritualität der physischen Welt offenbaren werden." So die Position der vielleicht bedeutendsten jüdisch-orthodoxen Gruppierung (Netzauftritt Chabad.org: Schlüsselfragen des Judentums).Auch nichtreligiöse Menschen wissen nun im Allgemeinen, dass insbesondere das Verständnis und die Identität des Messias für den theologischen Unterschied und die geschichtliche Gegnerschaft des christlichen Israel und des nichtchristlichen Israel verantwortlich ist. Das christliche [= wörtlich: messianische] Israel anerkennt "Jesus, den Nazoräer" Apostelgeschichte [Apg] 2, 22) als Messias: "Mit Gewissheit erkenne also das ganze Haus Israel: Gott hat ihn zum Herrn und Messias gemacht" (Simon Bar Jona [Petrus] in Apg 2, 36). Gegenstand der Schriften des christlichen Israel (Neues Testament, v.a. Evangelien und Apostelbriefe) ist die geschichtliche und theologische Legitimierung dieses Anspruches.Das nichtchristliche Israel lehnt diesen Messiasanspruch ab und die maßgeblichen Schriften des nichtchristlichen Israel (Talmud) behandeln den Gegenstand im gegensätzlichen Sinn. Dies ist Thema des vorliegenden kleinen, aber sehr dichten Bandes aus der Feder der führenden Experten zum Thema: Peter Schäfer (Princeton) und der faktische Co-Autor Israel Yuval (Hebräische Universität Jerusalem). Das gut lesbare Buch ist eine fast zeitgleiche Übersetzung des englischen Originals: Jesus in the Talmud, Princeton 2007. Das Fazit der akribischen Interpretationen mit überraschenden neuen Ein- und Durchblicken ist dieses: "Der Talmud, das Gründungsdokument des rabbinischen Judentums in der Spätantike" formuliert ein "Gegen-Evangelium zum Neuen Testament [...] daß er [= Jesus Nazarenus] den Tod verdiente, weil er ein Gotteslästerer war, daß er auf ewig in der Hölle sitzen wird, und daß jene, die seinem Beispiel bis in die Gegenwart folgen, nicht, wie er versprochen hat, das ewige Leben erwerben, sondern sein furchtbares Schicksal teilen werden." (Schäfer: Jesus im Talmud, Tübingen 2007, 1, 260)Die Untersuchung ist nicht ohne aktuelle Relevanz, da in den nominell christlichen Kulturen v.a. des westlichen Europa, eine - sich auch statistisch niederschlagende - Verunsicherung und Erosion der eigenen Identität festzustellen ist, die ihrerseits wiederum häufig fundamentalistische Reaktionen provoziert. In letzter Instanz wird dabei vom progressiven Flügel des Christentums speziell der universelle messianische Anspruch Jesus des Nazoräers und der christlichen Gründungsschriften als problematisch eingestuft, weil er die einschlägige theologische Position des nichtchristlichen Israel delegitimiert, deren ursprüngliche Formulierung Schäfers Analyse ins Relief hebt.Die Untersuchung ist für die Beziehungen zwischen Judentum und Christentum m.E. nicht zuletzt durch die präzise Erhellung der jeweiligen genuinen und orthodoxen Standpunkte hilfreich, welche Voraussetzung für ein sachgerechtes Gespräch jenseits interessengeleiteter liberaler oder fundamentalistischer Engführungen ist.